Drei Monate nach den rechtsextremen Schmierereien am Queeren Zentrum in Mönchengladbach hat die Polizei drei Tatverdächtige ermittelt. Dabei handelt es sich um Jugendliche. Die Ermittlungen des Staatsschutzes hätten den Tatverdacht erhärtet, hieß es am Dienstag von der Mönchengladbacher Polizei.
Die mutmaßlichen Täter sollen im April eine Fensterscheibe des Queeren Zentrums "Queers an der Niers" zerstört, mit Farbe ein Hakenkreuz auf die Eingangstür gesprüht und daneben geschrieben haben: "Wir kommen."
Staatsschutz ermittelt weiter
Hintergrund und Motiv der Tat sind laut Polizei Teil der laufenden Ermittlungen. Der Staatsschutz ermittelt wegen Sachbeschädigung und des "Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen". Weitere Angaben zu den Tatverdächtigen machte die Polizei nicht.
Nach dem Vorfall im April sagte die Vorstandssprecherin des Queeren Netzwerks NRW, Laura Becker: "Der Angriff auf das Queere Zentrum in Mönchengladbach bestätigt erneut die Zunahme queerfeindlicher Gewalt in unserer Gesellschaft. Rechtsextreme agieren dabei nicht mehr nur mit Worten, sondern auch mit direkter Gewalt."
Als queere Menschen bezeichnen sich nicht-heterosexuelle Menschen beziehungsweise Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen gesellschaftlichen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren.
Unsere Quellen:
- dpa
- Polizei Mönchengladbach
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 30.06.2026, 13:31 Uhr