Arminia Bielefelds neuer Trainer Oliver Kirch spricht von einem Meilenstein, der ihm jetzt bevorsteht: Das Spiel beim Karlsruher SC am ersten Spieltag der zweiten Fußballbundesliga ist für ihn das erste als Profitrainer.
"Du möchtest bereit sein und zeigen, dass du gut gearbeitet hast - da gibt es als Spieler und als Trainer keinen Unterschied." Oliver Kirch, Trainer Arminia Bielefeld
Und aus seiner Zeit als Spieler bringt er sehr viel Erfahrung mit. Über Stationen wie Verl und Bielefeld schaffte er es bis zu Borussia Dortmund und spielte dort drei Jahre unter dem heutigen Bundestrainer.
Auch von Jürgen Klopp gelernt
Bis heute steht Kirch mit Jürgen Klopp in Kontakt und sieht ihn als Trainer auch ein Stück weit als Vorbild. Ein Vorbild dafür, mit den Menschen im Verein und im Vereinsumfeld so umzugehen, dass sich alle mitgenommen fühlen. Vor allem seine Spieler.
"Klopp war sehr fordernd und konnte auch sehr intensiv werden im gemeinsamen Gespräch - im nächsten Moment hat er dich aber auch wieder in den Arm genommen." Oliver Kirch, damals Spieler unter Klopp
"Es ging also wirklich nur um den Inhalt und die Sache. Und das ist etwas, was ich auch vermitteln möchte in der Beziehung zu meinen Spielern," erinnert sich Kirch.
Transferflaute verschiebt Fokus auf den Trainer
Kirch hat als Trainer bereits im Nachwuchsbereich von Arminia und Borussia Mönchengladbach Erfahrung damit gesammelt, junge Spieler schnell weiterzuentwickeln. Auch jetzt in der zweiten Liga will er seine Spieler in kurzer Zeit so fördern, dass Arminia Bielefeld früher als vergangene Saison den Klassenerhalt schafft. Da steckte man als Aufsteiger aus der Dritten Liga bis zum letzten Spieltag in akuter Abstiegsgefahr.
Im Moment scheint es als hänge der sportliche Erfolg bei Arminia tatsächlich vor allem davon ab, wie viele Spieler unter Kirch den berühmten "nächsten Schritt" machen - oder zu alter Stärke zurückfinden. Marvin Mehlem und Sam Schreck etwa sollen als Spieler aus dem Hintergrund jetzt zu neuen Leistungsträgern werden.
Denn nach ein paar namhaften Abgängen, warten die Fans auf große Verstärkungen in dieser Transferperiode bislang vergeblich. Vor allem in der Offensive bestünde Bedarf. Einige machen sich deswegen bereits Sorgen - und natürlich auch wegen der Wechselgerüchte um Leistungsträger wie Torhüter Jonas Kersken und Monju Momuluh.
Sportchef vertraut auf Potential von Mannschaft und Trainer
"Wenn wir die Mannschaft noch verstärken können, werden wir es machen. Und ich bin auch überzeugt, dass wir noch was machen. Aber wir können nicht mir dem Finger schnipsen und haben dann drei finanzierbare Neuzugänge da", sagt Sport-Geschäftsführer Michael Mutzel.
Er will lieber Spieler entwickeln und Werte schaffen, statt Millionen für vermeintliche Verstärkungen auszugeben. Und ist deswegen umso mehr angewiesen auf seinen neuen Trainer.
Arminia-Trainer Oliver Kirch steht vor "Meilenstein"
Bildquelle: WDR / dpaWDR. 06.08.2026. 00:47 Min.. Verfügbar bis 05.08.2028. WDR Online.
Unsere Quellen:
- Reporterin vor Ort
Sendung: WDR.de, Arminia-Trainer Oliver Kirch steht vor "Meilenstein", 07.08.2026, 07.08.2026, 10:33 Uhr