Agri-Photovoltaik-Anlage am Flughafen Münster/Osnabrück
Lokalzeit Münsterland. 24.10.2025. 01:55 Min.. Verfügbar bis 24.10.2027. WDR. Von Detlef Proges.
Solarstrom statt Startbahnverlängerung - FMO plant riesige PV-Anlage
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Der Flughafen Münster-Osnabrück plant die größte Photovoltaikanlage in NRW. Auf 70 ha Ackerland sollen bald Solarmodule stehen. Die PV-Anlage soll auf Ackerflächen gebaut werden, die ursprünglich mal für eine Verlängerung der FMO-Startbahn gekauft worden waren. Diese Pläne hat der FMO am Freitag vorgestellt.
Am Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) herrscht am Freitag sonnige Stimmung. Vorfreude auf die größte Photovoltaikanlage in ganz NRW. So zumindest bezeichnet der Geschäftsführer des FMO das Projekt:
"Es ist eine fantastische, strategische Änderung, ein völlig anderer Ansatz." Rainer Schwarz, Geschäftsführer FMO
Die Ackerfläche, auf der die PV-Anlage gebaut werden soll
Mit strategischer Änderung meint der Flughafen-Chef, dass viele Solarmodule auf Ackerflächen gebaut werden sollen, die der FMO eigentlich mal von Landwirten gekauft hatte, um seine Startbahn von jetzt 2.170 Meter Länge auf 3.600 Meter zu verlängern. Damit sollten damals Interkontinentalflüge vom FMO aus möglich werden.
Gibt es bald Flüge mit Solarstrom?
Auch NRW-Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer von den Grünen ist deswegen heute zum FMO gekommen und begrüßt die Solarstrompläne:
"Es ist eine ganz hervorragende Entwicklung, dass sich der FMO dem Thema Klimaschutz stellt und in den klimaneutralen Luftverkehr einsteigt." Oliver Krischer, NRW Umwelt- und Verkehrsminister
NRW-Umweltminister Oliver Krischer mit Vertretern des FMO und dem Ex-NABU-Vorsitzenden Josef Tumbrink
Die Solaranlage auf dem Gebiet der Stadt Greven soll planmäßig ab 2028 ans Netz gehen. Dann soll sie Strom für den Flughafen und einen benachbarten Gewerbepark liefern. Und perspektivisch auch für elektrisch betriebene Flugzeuge.
Was sagen Umweltschützer?
Jahrelang hatte Josef Tumbrink gerichtlich gegen die geplante Startbahnverlängerung am FMO gekämpft. Der frühere NRW-Vorsitzende des NABU arbeitet inzwischen als Abteilungsleiter Naturschutz im Umweltministerium von Minister Krischer. Zufrieden blickt Tumbrink heute darauf, dass die Startbahnverlängerung längst vom Tisch ist. "Es ist historisch: Der FMO zieht einen Schlussstrich und schaut in die Zukunft," freut sich der Umweltschützer.
Unsere Quellen:
- WDR Reporter vor Ort