"Bavayia exsuccida" heißt diese Gecko-Art. Einen einfacheren Namen hat die Art noch gar nicht, so neu ist sie gewissermaßen. Erst 1998 wurde sie erstmals wissenschaftlich beschrieben, sagt Münsters Zoo-Kurator Philipp Wagner. Eigentlich sind sie auf nur zehn Quadratkilometern in Neukaledonien im südwestlichen Pazifik heimisch.
"Wir gehen davon aus, dass wir derzeit der einzige Zoo weltweit sind, der diese Art überhaupt hält. Dass nun die ersten Nachzuchten gelungen sind, ist ein wichtiger Schritt für den Erhalt dieser stark bedrohten Art." Dr. Philipp Wagner, Kurator für Forschung und Artenschutz
Weil die Gecko-Art nur auf so einem winzigen Fleckchen in Neukaledonien zu Hause ist, ist sie auch so bedroht: durch Waldbrände, andere Tierarten und nicht zuletzt durch menschliche Einflüsse. Diese weltweit erste Zoo-Nachzucht sei vor allem durch die langjährige Zusammenarbeit mit einem privaten Halter möglich gewesen.
Auswilderung nicht das einzige Ziel
Die Erhaltung von Arten außerhalb ihres natürlichen Lebensraums wird in der internationalen Artenschutzarbeit immer wichtiger. Eine Zucht im Zoo kann helfen, eine Art langfristig zu sichern und zur Wiederansiedlung beitragen.
Gecko-Nachzucht im Zoo Münster
Bildquelle: WDR/Allwetterzoo MünsterDabei sei Auswilderung nicht das einzige Ziel: "Die IUCN hat klare Richtlinien und mehrere Zielsetzungen für Erhaltungszuchtprogramme formuliert. Oft geht es auch darum, genetische Vielfalt zu erhalten und das vollständige Aussterben einer Art zu verhindern", erklärt Wagner.
Unsere Quellen:
- Allwetterzoo Münster