Trauerfeier in Gescher: Wieder viele Straßenwärter verunglückt
Lokalzeit Münsterland. 19.11.2025. 00:26 Min.. Verfügbar bis 19.11.2027. WDR. Von Markus Holtrichter.
Allein im Bereich der Autobahnen in Westfalen und im Rheinland gab es seit einem Jahr rund 45 fremdverschuldete Unfälle mit Straßenwärtern. An der A2 bei Gütersloh kam erst im September ein Arbeiter bei der Montage von Schutzplanken ums Leben. Insgesamt wurden zehn Straßenwärter verletzt.
„Ein einziger Moment der Unachtsamkeit kann – wie im September dieses Jahres – ein Menschleben kosten.“ Elfriede Sauerwein-Braksiek, Autobahn GmbH
Elfriede Sauerwein-Braksiek fordert Rücksicht
Die Autobahn GmbH warnt Autofahrer unter anderem davor, während der Fahrt auf dem Handy zu tippen oder ohne Freisprech-Einrichtung zu telefonieren. So würden sie sich und andere gefährden. Mehr Achtsamkeit könne viele Unfälle verhindern. Gerade im Bereich von Baustellen.
Warnung direkt ins Cockpit
Straßenwärter legten Kränze nieder
Andererseits sollen neue Techniken die Mitarbeiter der Autobahn-, sowie der Straßenmeistereien schützen. Dazu zählen unter anderem digitale Warnsysteme. Sie sollen über die Bordsysteme von Autos, Lkw und Bussen Alarm schlagen, wenn sie sich zu schnell Straßenbaustellen nähern.
Münsterland mit positivem Trend
Regional gibt es auch positive Nachrichten: Im Münsterland beispielsweise wurden in den vergangenen zwölf Monaten keine Straßenwärter verletzt. Hier gab es lediglich Sachschäden im Bereich von Baustellen auf Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen. Möglicherweise ein Erfolg der Präventionsarbeit.
Zentrale Trauerstätte an A31
Symbole der Trauer von Angehörigen
Einmal im Jahr kommen Straßenwärter und Angehörige an der Autobahnkapelle bei Gescher zusammen, um zu gedenken. Hier gibt es seit Jahren eine Gedenkstätte, als zentralen Anlaufpunkt für Trauernde. Am Mittwoch wieder geschmückt mit Blumenkränzen und Kerzen. Rund 250 Menschen waren dabei.
Unsere Quellen:
- Reporter vor Ort
- Autobahn GmbH
- Straßen NRW