Die Libori-Preise 2026 : So wird ein Besuch auf Libori günstiger
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8 Euro für eine Runde Riesenrad, fast 4 Euro für eine Pommes und rund 3 Euro für ein kühles Getränk. Das gehört auf Libori dazu, kann aber in der Summe schnell teuer werden. Die Schausteller haben in diesem Jahr die Preise zwar nicht erhöht, trotzdem können nicht alle teilhaben. So geht es günstiger.
Es riecht nach gebrannten Mandeln und im Hintergrund läuft leise Musik. Unter einem Pavillion stehen vier junge Männer. Dass Libori teuer ist, da ist man sich einig. "Aber es wird überall teurer, also auch hier und Libori muss einfach sein", sagt Finn Scherf. Er schränkt sich nicht ein.
Sein Freund fällt ihm ins Wort. "Als Familie finde ich die Preise heftig. Man gibt 50 Euro aus und ist immer noch nicht satt," sagt Jens Anton. Da müsse man schon schauen. Alle vier schätzen, dass sie in den neun Tagen rund 500 Euro ausgeben. Mit Kindern sei das deutlich schwieriger, aber "man will ja auch noch in den Urlaub fahren."
Günstigere Preise in den Biergärten
"Uns geht es ja finanziell noch gut", sagt Finn Scherf. Aber gerade für Familien mit geringerem Einkommen sei das kaum möglich. Jens Anton wünscht sich etwa Rabatt-Aktionen: "Das gibt es beim Lunapark auch: einmal zahlen, zweimal fahren."
Die vier Freunde können sich die Libori-Preise leisten. Haben aber auch Ideen, wie es günstiger gehen könnte.
Die vier stehen im Biergarten der Caritas. Hier sind die Preise etwas günstiger als auf dem Liboriberg. Die Pommes kosten 3,50 Euro statt vier Euro und eine große Cola drei Euro. Für die Freunde aus Paderborn auch ein Grund genau hier hinzukommen.
Höhere Preise am Liboriberg
Etwas weiter am Liboriberg steht Sing Lung-Liu am Autoscooter und schaut seinem kleinen Sohn zu. Ein Chip kostet vier Euro. "Man rechnet schon damit. Mit 50 Euro braucht man nicht losgehen." Für die Familie aus Paderborn ist das aber kein Grund seltener auf die Kirmes zu kommen.
Wer mehrere Chips auf einmal kauft, kann sparen.
"Wir geben den Kindern 30 oder 40 Euro für die Tage und dann müssen sie schauen", sagt er während sich hinter ihm die Karussels drehen.
Geld ist knapp, aber Libori ist Tradition
Einige Meter weiter läuft Heike Ledwinka und ihre Tochter Marlene. Die beiden sind aus Schloss Hamborn hergekommen und wollten sich malen lassen. "25 Euro für ein Portrait ist wirklich günstig," sagt Heike Ledwinka. Und weiter: "Überall wird es teurer. Wir meckern immer, aber Libori ist Tradition.“
Bei Heike und Marlene Ledwinka ist das Geld zwar knapp, aber Libori gehört dazu.
Bei den beiden ist das Geld gerade knapp. "Wir sind auch nicht in den Urlaub gefahren, aber hier trifft man Leute,“ sagt Heike Ledwinka. Mehr will sie dazu nicht erzählen. Marlene hat ihr Taschengeld dabei: "Ich spare eine Weile und dann gönne ich mir mal was."
Kosten zu hoch für viele Familien
Dass viele Familien sich das nicht leisten können, bekommt Eva Brockmann häufig mit. Sie leitet die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche bei der Caritas. "Da ist ein ganz großes Schamgefühl bei den Eltern und ein Stück weit auch ein Schuldgefühl." Es sei wichtig, den Kindern trotzdem eine schöne Zeit zu bereiten.
Eva Brockmann hat Tipps, wie Libori günstiger wird.
"Im Vorfeld des Bummels muss man ganz klar mit den Kindern sprechen und sagen: Das geht, aber das geht vielleicht auch nicht. Und man könnte vielleicht schonmal ohne die Kinder drübergehen und filtern, welche kostengünstigen Alternativen es gibt." Sie wünscht sich, dass Schausteller auch über Teilhabe nachdenken. Etwa mit kleineren und damit günstigeren Portionsgrößen oder solidarischen Angebote. "Dass etwa andere Gäste ein Ticket mitkaufen für Menschen, die es brauchen."
Tipps für günstigeren Kirmesbummel
Für Libori hat Eva Brockmann aber einige Tipps:
- Der Platz der kleinen Künste, hier kann man Gaukler und Artisten kostenlos sehen
- Für Kinder gibt es in den Biergärten der sozialen Einrichtungen kostenlose Bastelangebote und Unterhaltung
- Die Preise hinter dem Dom sind moderater als auf dem Liboriberg
- Das Feuerwerk ist überall im Stadtgebiet zu sehen. So kann man es auch mit eigenen Getränken genießen
WDR-Reporterin Katharina Böhmer auf Libori: So wird ein Besuch auf dem Fest günstiger
WDR. 01:04 Min.. Verfügbar bis 30.07.2028.
Unsere Quellen:
- Gespräch mit Eva Brockmann, Caritas
- Gespräche mit Libori-Besuchern
- Recherchen und Eindrücke der Reporterin vor Ort
Sendung: WDR.de, WDR-Reporterin Katharina Böhmer auf Libori: So wird ein Besuch auf dem Fest günstiger, 31.07.2026, 05:57 Uhr
