Maria Papakosta-Schurkus, Ilka Gülker und Heidi Freudenstein vor dem Schulgebäude - sie wollen mit der Waldschule zum neuen Schuljahr starten.
Bildquelle: Steven Meier"Der Wald ist ein Atelier, ein Labor, ein Fitnessstudio und ein Abenteuerpark", erklärt Heidi Freudenstein. Sie soll die Leitung der zukünftigen Wald-Grundschule in Preußisch Oldendorf übernehmen und ist eine der drei Gründerinnen. "Dafür komme ich gerne aus dem Ruhestand zurück", sagt sie.
Die Idee einer Waldschule hatte Maria Papakosta-Schurkus. Jetzt sitzt die Mit-Gründerin in der Geschäftsführung. Lernen in der Natur sei wichtig, denn: "Der Draußenunterricht bietet so viele Möglichkeiten, so viel zu lernen und gleichzeitig die Vorteile der frischen Luft zu nutzen". Sie hat sich von der Montessori-Pädagogik inspirieren lassen.
Der Ausblick vom Schulhof ist vor allem eins: grün.
Bildquelle: Steven MeierGenug Anmeldungen gibt es schon
"Eigentlich ist fast alles geklärt", sagt Maria Papakosta-Schurkus. Die Waldschule habe bereits genug Anmeldungen für Schülerinnen und Schüler. Bis zu 40 Kinder, also zwei Klassen, kann die Schule aufnehmen.
Ein paar Plätze seien für das kommende Schuljahr im September aber noch frei. Deswegen hat das Schul-Team zu einem Info-Abend im zukünftigen Schulgebäude in Preußisch Oldendorf eingeladen.
Positive Resonanz
"Unser Kind musste in der Regelschule immer so still sitzen", erinnert sich ein Elternpaar. Sie waren schon vor Beginn vom Konzept überzeugt: "Die Kinder können hier Naturverbundenheit lernen und ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben". Außerdem können Eltern sich an der Schule einbringen und mitwirken. Das gebe ihnen Sicherheit.
Beim Info-Abend stellte Maria Papakosta-Schurkus die Waldschule vor.
Bildquelle: Steven Meier"Keine Elite-Schule"
"Die Waldschule soll keine Elite-Schule sein", versichert Mit-Gründerin und Mit-Geschäftsführerin Ilka Gülker. Ein Schulgeld erhebe die Waldschule nicht, die Elternbeiträge seien freiwillig. Außerdem sollen sich die Beiträge nach dem Einkommen der Eltern richten. Wie hoch die Beiträge dann genau sein werden, stehe noch nicht fest.
87 Prozent der Kosten übernehme das Land NRW. Den Rest müsse die Schule selbst stemmen - durch Spenden, Aktionen des Fördervereins und die freiwilligen Elternbeiträge.
Letzte Herausforderung: Bezirksregierung
Der Start ist noch nicht gänzlich sicher, denn die Bezirksregierung Detmold muss die Waldschule erst genehmigen. Ilka Gülker und Maria Papakosta-Schurkus sind aber optimistisch: Fach-Kanzleien hätten alle Unterlagen geprüft. Der Schulstart im September 2026 sei so gut wie sicher.
Unsere Quellen:
- Info-Abend der Waldschule OWL
- Website der Waldschule OWL
- Maria Papakosta-Schurkus, Gründerin und Geschäftsführerin Waldschule OWL
- Ilka Gülker, Gründerin und Geschäftsführerin Waldschule OWL
- Heidi Freudenstein, Gründerin und zukünftige Schulleiterin der Waldschule OWL
Sendung: WDR 2 Ostwestfalen-Lippe, Lokalzeit, 03.07.2026, 09:31 Uhr
