Fehlende Fenster und Schimmel

Stadt Rietberg hat Unterkünfte von Werksarbeitern kontrolliert

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18 Wohnungen hat die Ordungsbehörde Rietsbergs durchsucht und dabei erschreckende Mängel vorgefunden. Der Fokus lag auf Unterkünften für Werksarbeiter. Zwei Objekte waren total heruntergekommen.

In einer Unterkunft für rumänische und polnische Werksarbeiter lebten die Menschen in Zimmern im Dachgeschoss auf jeweils nur 4,5 Quadratmetern. Das entspricht gerade mal der Fläche einer Tischtennisplatte. Die Ordnungskräfte haben die Wohnungen sofort geräumt und alternative Unterkünfte organisiert

Die Stadt Rietberg berichtet erst jetzt von der Aktion, die schon im Juli an insgesamt sechs Tagen durchgeführt wurde. Die Mitarbeitenden durchsuchten zufällig ausgewählte Häuser und solche, bei denen es Hinweise auf Mängel gab. Sie registrierten 102 Verstöße gegen das Bundesmeldegesetz.

Menschenunwürdige Verhältnisse

In einem Mehrfamilienhaus litten die Bewohnerinnen und Bewohner bereits unter gesundheitlichen Beschwerden durch massiven Schimmelbefall. Außerdem gab es teilweise keine Energieversorgung, es gab Wasserschäden und Fenster fehlten.

"Es ist völlig inakzeptabel, Menschen in solch unwürdigen Verhältnissen wohnen zu lassen, und dafür noch hohe Mieten einzustreichen.", Beigeordneter der Stadt Rietberg, Florian Kapp

Verdacht der Steuerhinterziehung

In anderen Häusern ging es meist um fehlenden Brandschutz und nicht genehmigte Ausbauten. In einem weiteren Fall war eine Wohnung nicht angemeldet und illegal für eine überhöhte Miete vermietet worden.

Mit den Durchsuchungen verfolgte die Stadt das Ziel, Bewohnerinnen und Bewohner zu schützen, aber auch Sozialleistungsbetrug und illegale Aufenthalte zu verhindern.

Stadt Rietberg hat Unterkünfte von Werksarbeitern kontrolliert

Bildquelle: picture alliance / blickwinkel/G. Czepluch

WDR 05.08.2026 00:25 Min. Verfügbar bis 04.08.2028 WDR Online

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Unsere Quellen:

  • Stadt Rietberg

Sendung: WDR.de, Stadt Rietberg hat Unterkünfte von Werksarbeitern kontrolliert, 05.08.2026, 19:41 Uhr