Symbolfoto: Die Werkswohnungen waren unbewohnbar
Bildquelle: picture alliance / blickwinkel/G. CzepluchIn einer Unterkunft für rumänische und polnische Werksarbeiter lebten die Menschen in Zimmern im Dachgeschoss auf jeweils nur 4,5 Quadratmetern. Das entspricht gerade mal der Fläche einer Tischtennisplatte. Die Ordnungskräfte haben die Wohnungen sofort geräumt und alternative Unterkünfte organisiert
Die Stadt Rietberg berichtet erst jetzt von der Aktion, die schon im Juli an insgesamt sechs Tagen durchgeführt wurde. Die Mitarbeitenden durchsuchten zufällig ausgewählte Häuser und solche, bei denen es Hinweise auf Mängel gab. Sie registrierten 102 Verstöße gegen das Bundesmeldegesetz.
Menschenunwürdige Verhältnisse
In einem Mehrfamilienhaus litten die Bewohnerinnen und Bewohner bereits unter gesundheitlichen Beschwerden durch massiven Schimmelbefall. Außerdem gab es teilweise keine Energieversorgung, es gab Wasserschäden und Fenster fehlten.
"Es ist völlig inakzeptabel, Menschen in solch unwürdigen Verhältnissen wohnen zu lassen, und dafür noch hohe Mieten einzustreichen.", Beigeordneter der Stadt Rietberg, Florian Kapp
Verdacht der Steuerhinterziehung
In anderen Häusern ging es meist um fehlenden Brandschutz und nicht genehmigte Ausbauten. In einem weiteren Fall war eine Wohnung nicht angemeldet und illegal für eine überhöhte Miete vermietet worden.
Mit den Durchsuchungen verfolgte die Stadt das Ziel, Bewohnerinnen und Bewohner zu schützen, aber auch Sozialleistungsbetrug und illegale Aufenthalte zu verhindern.
Unsere Quellen:
- Stadt Rietberg
Sendung: WDR.de, Stadt Rietberg hat Unterkünfte von Werksarbeitern kontrolliert, 05.08.2026, 19:41 Uhr