Hände auf Autobahn: Tatverdächtiger nach Auslieferung in U-Haft
Verfügbar bis 06.02.2028.
Im Fall der getöteten 32-Jährigen, deren abgetrennte Hände im November auf der A45 bei Olpe im Sauerland gefunden wurden, wurde der tatverdächtige Lebensgefährte nach Deutschland ausgeliefert. Er sitzt nun in Untersuchungshaft. Anfang Februar warteten die Behörden noch auf seine Überstellung.
Ermittler bringen Verdächtigen aus Äthiopien nach Deutschland
Gegen den 41-Jährigen wird wegen dringenden Totschlagsverdachts ermittelt. Seit Mitte Dezember liegt ein Haftbefehl vor. Nach der Tat setzte sich der Mann nach Äthiopien ab, wo ihn Behörden seit Ende November festhielten. Die Staatsanwaltschaft Bonn stellte ein Auslieferungsersuchen.
"Mehrere Beamte der Bonner Kriminalpolizei sind am vergangenen Mittwoch nach Äthiopien gereist und haben dort in Begleitung der Bonner Staatsanwaltschaft den Tatverdächtigen in Empfang genommen und zurück nach Deutschland gebracht." Martin Kriebisch, Staatsanwaltschaft Bonn
Haftrichter ordnet Untersuchungshaft an
Am Freitagmittag wurde der 41-Jährige dem zuständigen Haftrichter beim Amtsgericht Bonn vorgeführt. Dieser erließ unter anderem wegen des dringenden Tatverdachts des Totschlags einen Untersuchungshaftbefehl.
Der Mann ist seitdem in einer Justizvollzugsanstalt. Zu den Vorwürfen habe sich der Beschuldigte bislang nicht geäußert.
Opfer lebte mit Baby in Bonner Unterkunft
Die gebürtige Äthiopierin hatte gemeinsam mit ihrem wenige Monate alten Baby in einer Flüchtlingsunterkunft in Bonn gelebt. Das Kind war nach der Tat unverletzt vor einem Kloster in Hessen gefunden worden.
Am vergangenen Wochenende nahmen Angehörige sowie Hunderte Mitglieder der äthiopischen Gemeinschaft bei einer Trauerfeier in Frankfurt Abschied von der jungen Frau.
Ermittlungen dauern an
Die Staatsanwaltschaft und die Bonner Polizei führen die Ermittlungen fort. Neben dem genauen Tatort ist weiterhin ungeklärt, wo sich der fehlende Kopf der Frau befindet.