Flughafen Köln/Bonn: Jobs in Sicherheitskontrollen werden gestrichen
Bildquelle: Oliver KöhlerLokalzeit aus Bonn. 02.02.2026. 03:08 Min.. Verfügbar bis 02.02.2028. WDR. Von Oliver Köhler.
Flughafen Köln/Bonn: Jobs in Sicherheitskontrollen werden gestrichen
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Am Flughafen Köln/Bonn soll neue Technik für deutlich schnellere und einfachere Passagierkontrollen sorgen. Mit den neuen CT-Scannern sollen die Sicherheitsleute künftig pro Stunde mindestens doppelt so viele Passagiere abfertigen können wie bisher.
Die neuen Kontrollbereiche sollen für Reisende bequemer werden. Passagiere müssen nichts mehr aus dem Handgepäck auspacken. Selbst elektronische Geräte und Flüssigkeiten können in Taschen oder Koffern bleiben. Die neuen Scanner erkennen gefährliche Gegenstände im Gepäck.
Weil die Sicherheitskräfte Passagiere künftig deutlich schneller kontrollieren können, wird nach Angaben des zuständigen Sicherheitsunternehmens am Flughafen Köln/Bonn künftig weniger Personal gebraucht. Nach Informationen der Gewerkschaft ver.di sollen etwa 200 Jobs in der Passagierkontrolle wegfallen.
Bis zu einem Drittel der Jobs könnten gestrichen werden
"Wir gehen davon aus, dass der Abbau von so vielen Arbeitsplätzen zu einer hohen Belastung für die restlichen Beschäftigten führen wird", sagt Gewerkschaftssekretärin Duygu Küpür. "Im Sommer ist erneut mit stark steigenden Passagierzahlen zu rechnen. Das bedeutet dann viel mehr Arbeit mit viel weniger Personal. Das könnte dann wieder zu langen Warteschlangen führen".
Lange Schlangen vor der Sicherheitskontrolle am Flughafen Köln/Bonn
Bildquelle: Oliver KöhlerDer Flughafen sagt: Lange Warteschlangen werde es nicht geben. Das Unternehmen will sich zurzeit aber nicht detailliert zu dem Thema äußern. Denn noch verhandeln der Betriebsrat und das Sicherheitsunternehmen Securitas über den Abbau von Jobs. Wie viele Arbeitsplätze wegfallen, will die Firma bislang nicht verraten.
Sicherheitsunternehmen will keine genauen Zahlen nennen
In einer Stellungnahme an den WDR heißt es: "Die von Ihnen genannte Größenordnung von 200 Arbeitsplätzen ist deutlich zu hoch. Da die Gespräche mit dem Betriebsrat noch nicht vollständig abgeschlossen sind, können wir gegenwärtig keine konkreten Zahlen nennen".
In den neuen Sicherheitskontrollen können viel mehr Passagiere mit weniger Personal abgefertigt werden. Die Erfahrungen an den Flughäfen in Frankfurt, München und Berlin zeigen das. Ob die neue Technik am Flughafen Köln/Bonn künftig auch für eine deutlich schnelle Abfertigung sorgen wird, weiß bis jetzt niemand.
Druck auf Mitarbeitende könnte größer werden
Die Gewerkschaft Verdi hat da erhebliche Zweifel und warnt davor Jobs für Sicherheitskräfte zu streichen. "Der Druck ist bei den Beschäftigten jetzt schon groß. Der wird zunehmen, wenn jetzt so viele Arbeitsplätze wegfallen", sagt Duygu Küpür von der Gewerkschaft ver.di.
Die Folge: Es könnten häufiger Fehler bei der Überprüfung von Passagieren und Handgepäck passieren. Der hohe Krankenstand könnte weiter steigen und am Ende könnte es doch wieder Verzögerungen bei der Abfertigung geben.
Unsere Quellen:
- Sicherheitsunternehmen Securitas
- Gewerkschaft ver.di
Sendung: WDR 2 Rheinland, Lokalzeit, 02.02.2026, 07.31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Köln, 02.02.2026, 19.30 Uhr