Dem Klever Tiergarten droht ein harter Sparkurs: Im Haushaltsentwurf für 2026 soll der städtische Zuschuss von 470.000 auf 200.000 Euro schrumpfen. Grund ist das Millionenloch im Stadthaushalt – fast 20 Millionen Euro fehlen.
Weniger Geld, weniger Zoo? Chef warnt vor spürbaren Einschnitten
Tiergarten-Leiter Martin Polotzek zeigt sich alarmiert: "Wir brauchen die 470.000 Euro, um die Qualität zu halten, die Kleve von uns kennt.“ Bei Betriebskosten von 1,8 Millionen Euro seien 270.000 Euro ein "herber Einschnitt" für den Tiergarten Kleve.
Von dem Geld müssten Personal, Energiekosten und Tierversorgung bezahlt werden, so Polotzek. "In der Qualität der Tierhaltung können wir nicht sparen. Da müssen wir schauen, wie wir das Geld anderweitig einbringen können und das geht nicht ohne eine massive Erhöhung der Eintrittsgelder."
Eintritt könnte um 2 Euro steigen
Der Eintritt liege aktuell bei 9,50 Euro. "Das geht aber nur durch die Unterstützung der Stadt und wenn die Unterstützung so massiv eingekürzt würde, dann würde jede Eintrittskarte mindestens zwei Euro teurer werden."
Hoffnung auf Politik
Noch im Sommer hatte der Tiergarten beantragt, den Zuschuss für fünf Jahre fortzuführen. "Das Feedback war sehr positiv“, sagt Polotzek. Nun steht die Diskussion erneut an. Sein Appell: "Wir wollen Kleve weiter diesen hohen Mehrwert bieten – dafür brauchen wir Planungssicherheit.“ Der Tiergarten sei mit jährlich 200.000 Besuchern die beliebteste Freizeiteinrichtung in Kleve.
Über die Kürzung wird am 10. Dezember in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Kleve entschieden. Man sei noch in Gesprächen mit der Politik, so Tiergarten-Leiter Polotzek: "Ein bisschen Hoffnung haben wir noch."
Drastische Kürzung für Tiergarten Kleve - Zuschuss halbiert
00:28 Min.. Verfügbar bis 28.11.2027.
Unsere Quellen:
- WDR-Gespräch mit Martin Polotzek, Leiter des Tiergartens Kleve
- Online Ratsinformationssystem der Stadt Kleve
Sendung: WDR.de, Drastische Kürzung für Tiergarten Kleve, 01.12.2025, 12:00 Uhr