Polizei führte heute im Kreis Kleve Schwerpunktkontrollen durch

Bildquelle: WDR / Jessika Westen

Lokalzeit aus Duisburg 13.11.2025 03:14 Min. Verfügbar bis 13.11.2027 WDR Von Jessika Westen

Polizei führte heute im Kreis Kleve Schwerpunktkontrollen durch

Stand:

Der Kreis Kleve ist für Autofahrer eine gefährliche Gegend. In keinem Kreis in NRW sterben bei Unfällen so viele Menschen.

Heute Morgen um 6 Uhr hat die Polizei im Kreis Kleve Schwerpunktkontrollen durchgeführt. Bis zum Mittag wurden von den Polizisten an sieben Orten im Kreisgebiet Blitzer aufgestellt und mit einem großen Aufgebot Verkehrsvergehen geahndet. Spitzenreiter war ein Autofahrer, der mit 109 in einer 70er Zone geblitzt wurde. Insgesamt waren 177 Autofahrer zu schnell. Die Polizei Kleve wertet die Aktion als Erfolg.

Eine der ersten die erwischt wurde ist Anna Willer. Sie war mit 85 statt der erlaubten 70 unterwegs. Außerdem hatte sie trotz durchgezogener Linie überholt - ist aber einsichtig.

"Es gibt keine Entschuldigung für dieses Verhalten. Aber manchmal ist man so im Stress und obwohl man die Regeln eigentlich kennt, denkt man dann in dem Moment nicht dran, weil man so viele Dinge im Kopf hat." Anna Willer, Autofahrerin

Unfallschwerpunkt Landstraße

Auf dem Bild ist eine Gedenkstätte am Unfallsort zu sehen.

Der Hintergrund ist ernst. In keinem anderen Kreis in NRW ist die Gefahr bei einem Autounfall zu sterben oder verletzt zu werden so hoch wie im Kreis Kleve. In diesem Jahr sind bei 13 Unfällen bereits 15 Menschen gestorben. In 2024 waren es 23 Tote.

Einer der heutigen Kontrollorte ist die Triftstraße bei Bedburg-Hau. Dort sind im September drei Menschen bei einem Verkehrsunfall gestorben. Damals verlor ein Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit bei einem unerlaubten Überholmanöver die Kontrolle über seinen Wagen und prallte gegen einen Baum. Das Auto brannte aus.

"Wir haben an dieser Stelle jetzt verdeckte Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt, die gezeigt haben, dass tatsächlich viel zu schnell gefahren wird." Stefan Sparberg Polizei Kleve

In Zukunft regelmäßige Kontrollen

Das Bild zeigt Polizisten am Straßenrand.

Neben gefährlichem Überholen, haben die Polizisten auch auf Fahrer am Handy geachtet. Geahndet wurde außerdem die falsche Benutzung von Radwegen, Missachtung von Vorfahrt, Ladungssicherung und Gurtverstöße. Darüber hinaus wurden vier sogenannte Elternbriefe verschickt. Um Eltern über das falsche Verkehrsverhalten ihrer Kinder zu informieren. In Straelen fiel den Beamten ein Sattelzug aus Estland auf. Der Fahrer war stark alkoholisiert. Die Polizei will solche Kontrollen nun regelmäßig durchführen.

Unsere Quellen:

  • Beobachtungen unserer Reporterin vor Ort
  • Polizei Kleve

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