Kölnische Rundschau Zeitungen

Kündigungen bei Kölner Verlag - Kölnische Rundschau geht an DuMont

Stand:

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kölnischen Rundschau sind geschockt. Schon in wenigen Wochen verlieren viele ihre Arbeit.

Von Markus Schmitz

Dass es um die Kölnische Rundschau nicht gut bestellt ist, hat sich in den vergangenen Jahren auf dem schwierigen Zeitungsmarkt bereits abgezeichnet. Am Mittwoch wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kurzfristig zu einer am Donnerstagmittag stattfindenden Versammlung eingeladen.

Tränen und Schock - Mitarbeiter "kalt erwischt"

Auf der Versammlung wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter "furchtbar überrascht". Es habe kein echtes Anzeichen gegeben, dass nun 31 Stellen in Köln gestrichen werden, heißt es aus der Belegschaft. Demnach werden die Betroffenen ab dem 1. April freigestellt.

Es würden noch einige Monate Gehälter gezahlt und über Abfindungen gesprochen. In der Mitarbeiterversammlung seien bei einigen Tränen geflossen, andere seien sprachlos und bestürzt gewesen.

DuMont: Kölnische Rundschau gesichert

In einer Pressemitteilung teilt der DuMont Verlag, der unter anderem den Kölner Stadt-Anzeiger veröffentlicht, mit, dass DuMont zum April 2026 die Herausgeberschaft der Kölnischen Rundschau und damit die redaktionelle Verantwortung übernehme. Die traditionsreiche Tageszeitung, wie es in der Mitteilung steht, werde langfristig als eigenständige, publizistische Marke zukunftssicher aufgestellt.

Kölner Oberbürgermeister besucht Redaktion

Zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der aktuellen Rundschau-Redaktion steht in der Mitteilung von DuMont kein Wort. Dafür hat sich Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) geäußert. Er spricht von "großer Sorge" über die Ankündigung, die Redaktion zu schließen. Besonders beunruhigend sei die sehr kurzfristige Perspektive dieses Ausstiegs.

Burmester erwarte von den Verantwortlichen, ihrer Verantwortung gegenüber den Beschäftigeten, den Leserinnen und Lesern, sowie der Stadt gerecht zu werden. Nach WDR Informationen hat der Oberbürgermeister am Donnerstagnachmittag die Redaktion der Kölnischen Rundschau besucht.

"Nicht mehr wirtschaftlich"

Der Herausgeber der Kölnischen Rundschau, Johannes Heinen, sagte dem WDR, dass ein Redaktionsbetrieb nicht mehr in sinnvoller Weise fortzuführen sei. Die Anzahl der Abos würde jedes Jahr um etwa 10 Prozent sinken.

Kündigungen bei Kölner Verlag - Kölnische Rundschau geht an DuMont

WDR Studios NRW 26.02.2026 00:23 Min. Verfügbar bis 26.02.2028 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Presseinformation Heinen Verlag
  • Stellungnahme Verlag DuMont
  • Recherchen des WDR-Reporters

Sendung: WDR 2 Rheinland, Lokalzeit, 26.02.2026, 14.30 Uhr.

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