Das Kölner Landgericht muss sich ab Donnerstag mit einem versuchten Femizid beschäftigen. Angeklagt ist ein 38-jähriger afghanischer Staatsangehöriger, der versucht haben soll, seine Ex-Frau zu töten. Die Staatsanwaltschaft sieht in der Tat ein klares Motiv.
Gewalt gegen Frau und Kinder
In der Anklageschrift ist aufgeführt, dass die Frau gemeinsam mit den Kindern bereits in einem Frauenhaus in der Kölner Umgebung lebte. Dem vorausgegangen seien mehrere körperliche Übergriffe gegen die Frau und gegen die Kinder. Aus diesem Grund hatte sich die Frau laut Staatsanwaltschaft auch von dem Mann getrennt.
Hatte die Frau eine Beziehung zu einem anderen Mann?
Im April 2025 hatten sich dennoch die Frau, der Mann und die Kinder in einem Hotel im Bereich des Kölner Rheinauhafens getroffen. Dieses Aufeinandertreffen sollte schließlich eskalieren.
Laut Anklage hatte der Angeklagte gedacht, dass die Frau mit einem anderen Mann telefonierte und mit ihm eine Beziehung hatte. In dieser Situation soll der mit einem Messer bewaffnete Mann die Frau aufgefordert haben ihr Handy zu entsperren.
Mordmerkmal: niedrige Beweggründe
Als sie sich weigerte, hatte der Angeklagte laut Anklage versucht auf die Frau einzustechen. Sie konnte die Stiche schließlich abwehren und flüchten. Die Staatsanwaltschaft sieht in der Tat einen versuchten Mord mit dem Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe. Der Prozess ist auf sechs Verhandlungstage angesetzt.
Unsere Quellen:
- Landgericht Köln
- Staatsanwaltschaft Köln