Diskussion um mögliche Rüstungsmesse in Düsseldorf
Bildquelle: Imago/Christian OhdeLokalzeit aus Düsseldorf. 23.05.2025. 2 Min. 40 Sek.. Verfügbar bis 23.05.2027. WDR. Von Thorsten Risch.
Die Messe Düsseldorf plant die Autonomie- und Robotikmesse um das Thema Verteidigung zu erweitern. Das Vorhaben ist politisch nicht unumstritten und die Reaktionen könnten nicht weiter auseinandergehen.
Die Linken im Stadtrat hatten schon im April einen Antrag eingebracht, der die Stadt auffordern sollte, das Vorhaben zu verhindern. Dieser wurde allerdings abgelehnt. Die CDU sieht die Öffnung der Messe für Militärtechnik als Chance für Düsseldorf.
Ratsmitglied Andreas Hartnigk sagte dem WDR, man dürfe die Ausrichtung einer solchen Messe nicht den autokratischen Staaten überlassen.
Uneinigkeit bei der SPD und AfD
Die SPD hat zu dem Thema keine einheitliche Linie. Etwa die Hälfte der Fraktionsmitglieder sieht die geplante Öffnung als ein Teil der Aufrüstung und lehnt diese ab. Die andere Hälfte steht dem Vorhaben weniger kritisch gegenüber.
Auch die AfD hat keine einheitliche Meinung zu der Thematik. Die Fraktionsvorsitzende Uta Opelt sei aus grundsätzlichen Erwägungen gegen die Messe und hat sogar im April für den Antrag der Linkspartei gestimmt. Die anderen beiden Fraktionsmitglieder Wolf-Rüdiger Jörres und Andrea Krallic unterstützen das Vorhaben der Messe Düsseldorf.
Keine ganz neue Messe
Die Messe Düsseldorf möchte die schon bestehende Autonomie- und Robotikmesse "EXPONENTIAL Europe", die in diesem Jahr das erste Mal in Düsseldorf lief, um das Thema Verteidigung erweitern. Der Aufsichtsrat hatte am Donnerstag auch mit großer Mehrheit dafür gestimmt. In einem schriftlichen Statement heißt es, dass die Verteidigungsindustrie einen großen Bedarf an einer solchen Fachmesse habe.
Unsere Quellen:
- Messe Düsseldorf
- Politiker der Ratsfraktionen