Wenn der Strom länger ausfällt, riesige Waldbrände in der Eifel wüten oder die Vicht extremes Hochwasser hat, will die Städteregion gerüstet sein. Der Bunker liegt tief unter der Erde in Simmerath.
Die Treppe, die hineinführt ist dunkel. Eine tonnenschwere, orange Tür versperrt den Eingang. Wer eintritt, muss sein Handy, seine Smartwatch und alles andere abgeben, was einen mit der digitalen Welt verbindet. Nichts, was hier besprochen wird, soll nach außen dringen. Auch, um Sabotageakte zu vermeiden. Sicherheit wird großgeschrieben.
Pläne für bis zu 3.000 Menschen
Selbst bei einem längeren Stromausfall funktioniert hier alles weiter. Eine Notstromversorgung und eine moderne Belüftungsanlage machen es möglich. Der Bunker ist die zentrale Leitstelle der Städteregion.
Von hier aus wird koordiniert, wie bis zu 3.000 Menschen im Ernstfall versorgt werden, die dann in dezentralen Turnhallen oder anderen Gebäuden untergebracht sind.
Zurück in die 1960er
Hier unten ist die Zeit stehengeblieben. Irgendwo in den 1960er Jahren. Das ist gut so, sagt Andreas Dovern vom Amt für Bevölkerungsschutz der Städteregion. Denn wenn der Strom weg ist, geht das Leben hier trotzdem weiter. In unzähligen Räumen lagert das, was die moderne Welt schon lange nicht mehr nutzt.
Schreibmaschinen, Durchschlagpapier und alles, was man sonst so benötigt, um im Ernstfall zu kommunizieren. Für den Strom sorgen Notstromaggregate.
Städteregion Aachen - Bevölkerungsschutz muss in die Köpfe
Bildquelle: WDR / Wolfgang DeutzWDR Studios NRW. 17.07.2025. 00:49 Min.. Verfügbar bis 17.07.2027. WDR Online.
Unsere Quellen:
- Städteregion Aachen
- Amt für Bevölkerungsschutz
- Reporter vor Ort