Neuer Schulstandort: Verhandlungen in Köln platzen

Bildquelle: WDR/Christina Wilkes

Lokalzeit aus Köln 09.01.2026 2 Min. 40 Sek. Verfügbar bis 09.01.2028 WDR Von Stefan Gerich

Neuer Schulstandort: Verhandlungen in Köln platzen

Stand:

In der Innenstadt sollte ein neues Gymnasium für Köln entstehen. Doch weil sich Stadt und Investor über das Finanzielle nicht einigen konnten, wurden die Gespräche nun abgebrochen. Für das Gymnasium muss eine neue Lösung her.

Von Christina Wilkes

Vor knapp einem Jahr hatte die Stadt Köln ihre Pläne für den neuen Schulstandort öffentlich gemacht: Ganz in der Nähe des Mediaparks, am Gladbacher Wall, sollte das Gebäude einer ehemaligen Privatschule angemietet und saniert werden.

Einziehen sollte dann das neue Gymnasium Altstadt-Nord. Das ist im August 2025 an den Start gegangen - erstmal in einem Interimsgebäude. Voraussichtlich zum Schuljahr 2027/2028 sollte die ganze Schule dann in ihr neues, dauerhaftes Zuhause ziehen:

Dem sanierten Gebäude am Gladbacher Wall. Doch seit heute ist klar, dass daraus nichts wird. Die Stadt Köln hat die Verhandlungen mit dem Investor abgebrochen.

Kosten sind der Stadt zu hoch

Der Mietpreis für das Gebäude sei nach einer ersten Einigung plötzlich nochmal deutlich erhöht worden, sagt die Stadt. Und auch über einen Kauf des Gebäudes sei man sich nicht einig geworden. Zuletzt war die Stadt "aufgrund der zu hohen Kosten gezwungen, die Verhandlungen abzubrechen“, heißt es aus der Verwaltung.

Dem Rat der Stadt Köln soll jetzt ein Vorschlag gemacht werden, wie es mit dem neuen Gymnasium Neustadt-Nord weitergeht. Geplant ist zunächst, dass das Interimsgebäude am Ubierring noch etwas länger bezogen wird. Danach sollen die Sekundarstufen 1 und 2 dann dauerhaft in verschiedenen Gebäuden, getrennt voneinander untergebracht werden.

Dafür soll eine Hauptschule in der Innenstadt schließen. Ab nächstem Schuljahr sollen keine neuen Jahrgänge mehr aufgenommen werden und der Betrieb so langsam auslaufen. Die Anmeldezahlen sind im Vergleich schon länger gering.

Schulplätze sorgen seit Jahren für Ärger

Ob der Stadtrat dem zustimmt, ist noch unklar. Fakt ist: Der geplatzte Deal über den neuen Schulstandort wird die Platzvergabe an weiterführenden Schulen in Köln nicht leichter machen.

Und die ist seit Jahren auch ein großes Ärgernis für viele Familien. Auch im letzten Verfahren Anfang 2025 erhielten wieder etwa 1.000 Kinder im ersten Anmeldedurchgang nicht ihren gewünschten Schulplatz.

Neuer Schulstandort: Verhandlungen in Köln platzen

WDR Studios NRW 09.01.2026 49 Sek. Verfügbar bis 09.01.2028 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Hintergrundgespräch mit der Stadt Köln
  • Pressemitteilung der Stadt Köln
  • Mitteilung zur Schulplatzvergabe 2025/2026 an den Kölner Stadtrat

Sendung: WDR.de, Verhandlungen über neuen Schulstandort in Köln geplatzt, 09.01.2026, 12:12 Uhr

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