Entführungsopfer aus Gevelsberg wieder frei
Bildquelle: Alex TalashLokalzeit aus Dortmund. 12.03.2026. 46 Sek.. Verfügbar bis 12.03.2028. WDR. Von Michael Westerhoff.
Im Fall einer Entführung in Gevelsberg ist ein Tatverdächtiger "wegen Geiselnahme, schweren Raubs und gefährlicher Körperverletzung" in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft spielen insgesamt vier Tatverdächtige eine Rolle bei den Ermittlungen, drei davon sollen an der Entführung beteiligt gewesen sein.
Zunächst drei Festnahmen
Die Polizei hatte zunächst drei Verdächtige festgenommen, einem konnte bislang keine Beteiligung an der Entführung nachgewiesen werden, ein weiterer wurde unter Auflagen wieder aus der Untersuchungshaft entlassen. Der Dritte sitzt, wie beschrieben, in Untersuchungshaft.
Gewaltbereiter Täter auf der Flucht
Wie die Ermittlungsbehörden am 14. März mitteilten, sei ein vierter Mann, an der Tat beteiligt gewesen. Auch gegen ihn gibt es einen Untersuchungshaftbefehl. Die Polizei fahndet jetzt nach diesem Tatverdächtigen.
Der Mann sei gefährlich und im Besitz einer "scharfen Schusswaffe", schreibt die Polizei in einem Fahndungsaufruf. Nach Polizeiangaben hat der 1,72 Meter große Mann eine athletische Figur, hat eine Glatze und trägt Vollbart. Er gilt als gewaltbereit. Die Polizei warnt davor, den Mann anzusprechen oder festzuhalten.
Was war passiert?
Am 12. März hatten sich die Tatverdächtigen und zwei Brüder in einem Garagenhof in Gevelsberg getroffen. Es ging um einen Felgenverkauf, so Oberstaatsanwalt Michael Burggräf. Dabei gab es Streit über die Bezahlung.
Zuerst gerieten die Männer körperlich aneinander. Anschließend bedrohten die Tatverdächtigen den jüngeren der beiden Brüder mit Waffen, zerrten ihn ins Auto und fuhren mit ihm im Wagen weg. Dabei sollen die Tatverdächtigen mit einem Schlagstock und einer Machete gedroht und mit einer Schusswaffe in die Luft geschossen haben.
Opfer drei Stunden in Hand der Entführer
Der Bruder des Opfers verständigte den Notruf. Die Polizei leitete sofort eine Fahndung ein und sicherte auf dem Garagenhof in Gevelsberg Spuren. Über drei Stunden dauerte die Entführung. Was in der Zeit passierte, ist noch unklar. Am frühen Abend ließen die Entführer ihr Opfer in Witten wieder frei. Er wurde leicht verletzt.
Die Ermittlungsbehörden haben am Samstagmorgen (14.03.) verschiedene Angaben selbst korrigiert, die in diesem Text entsprechend übernommen wurden. Das gilt für das Alter von einem Tatverdächtigen und dem Opfer sowie für dessen Gesundheitszustand.
Unsere Quellen:
- Polizei Dortmund
- Polizei Ennepe-Ruhr-Kreis
- Oberstaatsanwalt Michael Burggräf
- Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Hagen und Polizei Dortmund
- Beobachtungen des Reporters
Sendung: WDR 2 Ruhrgebiet, Lokalzeit, 19.03.2026, 16:30 Uhr