Ennepetaler gibt zu, Ehefrau getötet zu haben
WDR. 02:01 Min.. Verfügbar bis 27.07.2028.
Vor Gericht ging es am Montagmorgen ganz schnell: Keine Minute nachdem der Prozess gestartet war, hatte der angeklagte 53-Jährige aus Ennepetal gestanden, seine Frau getötet zu haben. Mit einem Handtuch habe er die 55-Jährige erwürgt, so der gelernte Industriemechaniker.
Im Februar hatte der Mann noch eine andere Geschichte erzählt: Leblos soll er seine 55-jährige Frau nach der Arbeit im gemeinsamen Bett gefunden haben. Das Haus soll durchwühlt gewesen sein. Das zumindest hatte der 53-jährige Ehemann so der Polizei gemeldet.
Angeklagter soll Kellerschloss aufgebrochen und Einbruch vorgetäuscht haben
An diesen Aussagen kamen aber schnell Zweifel auf. Er war in den Fokus der Ermittlungen gerückt, nachdem klar geworden war, dass die Frau erstickt worden war. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seine Frau heimtückisch getötet zu haben. Er soll sie schlafend im Bett erstickt haben.
Der Angeklagte selbst sagte aus, im Affekt gehandelt zu haben. "Es war ein Streit, der am Abend angefangen hat, über mehrere Stunden ging. Im Rahmen dieses Streits ist dann letztendlich diese schreckliche Tat passiert," sagt sein Anwalt Philippos Botsaris. Er will, dass sein Mandant wegen Totschlags verurteilt wird, nicht wegen heimtückischen Mordes.
Das Ehepaar soll schon seit Jahren gestritten haben. Zuletzt über die neue Freundin des Angeklagten. Dieser Streit soll dann eskaliert sein. Die Scheidung sei bereits vor Jahren von der jetzt getöteten Ehefrau eingereicht worden. Er bereue die Tat, sagt der Mann am Montag im Gericht. Es gäbe keine Rechtfertigung.
Unsere Quellen:
- Beobachtungen des WDR-Reporters am Landgericht Hagen
- WDR-Gespräch mit Philippos Botsaris, Anwalt des Tatverdächtigen
- bisherige WDR-Berichterstattung
Sendung: WDR.de, Ennepetaler gesteht, Ehefrau erwürgt zu haben, 27.07.2026, 11:23 Uhr