Auf der Halde Hoheward bei Herten wird das Horizontobservatorium jetzt nach jahrelangem Streit saniert. Heute haben die Vorbereitungen begonnen. Als erstes soll der Baustellenzaun auf dem Haldenplateau erweitert werden, wie Jens Hapke vom Regionalverband Ruhr gegenüber dem WDR erklärte:
Für die Sanierung muss das ganze Bauwerk niedergelegt werden, erst dann kann es stationär am Boden saniert und wiederaufgebaut werden. Deswegen müssen wir auf dem Plateau eine größere Baustelle einrichten. Jens Hapke, Regionalverband Ruhr
Letztes Jahr hatte das RVR-Ruhrparlament einstimmig die Sanierung für sieben Millionen Euro beschlossen. Noch ist nicht genau absehbar, bis wann die Bauarbeiten laufen sollen. Aktuelle Pläne sehen eine Öffnung des Observatoriums Ende 2027 vor.
Bauwerk seit 17 Jahren gesperrt
2008 war das Horizont-Observatorium eröffnet worden. Unterhalb der markanten Bögen konnte man astronomische Ereignisse beobachten und verstehen. Nur sechs Wochen später war das schon nicht mehr möglich.
Ein Besucher hatte einen Riss in der Konstruktion entdeckt, diese wurde mit Pfeilern abgestützt. Der Bereich darunter wurde gesperrt. Seitdem kann das Observatorium nicht mehr so genutzt werden, wie es eigentlich vorgesehen war.
Jahrelanger Streit
Die Verantwortung für diese Baumängel haben sich der RVR, die Stahlbaufirma und der Architekt unmittelbar nach der Sperrung gegenseitig vorgeworfen. 2023 kam das Landgericht Bochum zu dem Schluss: Es gibt keinen eindeutig Schuldigen. Der Schaden sei auf Planungsfehler und Ausführungsfehler zurückzuführen.
Nach 17 Jahren: Sanierung auf Halde Hoheward beginnt
Bildquelle: WDR/picture alliance/Jochen TackWDR. 05.08.2026. 01:18 Min.. Verfügbar bis 04.08.2028. WDR Online.
Unsere Quellen:
- Gespräch mit Jens Hapke vom Regionalverband Ruhr
Sendung: WDR.de, Nach 17 Jahren: Sanierung auf Halde Hoheward beginnt, 05.08.2026, 14:45 Uhr