Die beiden Festgenommenen sollen im Hintergrund den Geldfluss für Betrüger organisiert haben. Der 28-jährige Mann und die 27-jährige Frau hätten dazu die Konten für die Betrüger mit falschen Ausweisen eröffnet. Auf diese Konten ist dann das Geld aus Betrugsmaschen wie "Love-Scamming", "CEO-Fraud" und "Man-in-the-Middle-Angriffen" geflossen, so die Polizei Mülheim an der Ruhr.
Firmen als Betrugsopfer
Beim "Love-Scamming" spielen die Betrüger ihren Opfern im Internet vor, sie zu lieben, um Geld von ihnen zu bekommen. "CEO-Fraud" ist eine Masche, bei der Betrüger sich als CEO, also als Chef, eines Unternehmens ausgeben. Sie schreiben dann ihren Mitarbeitern, dass sie Geld an ein ausländischen Konto überweisen sollen.
Bei "Man-in-the-Middle-Angriffen" hacken die Betrüger die Mailkommunikation zwischen zwei Unternehmen und schicken im geeigneten Moment ihre Kontonummer für Zahlungen.
Mehr als 100.000 Euro auf einmal erbeutet
Das Geld sollen die mutmaßlichen Täter nach den Zahlungen auf mehrere Konten verteilt haben. Anschließend sollen die Betrüger, die die Maschen durchgeführt haben, an Geldautomaten im Ruhrgebiet abgehoben. Hierbei soll mindestens eine Million Euro geflossen sein. Teilweise wurden wohl sechsstellige Beträge auf einmal erbeutet. Insgesamt geht es um mehr als 40 Straftaten.
Durchsuchungen auch in Bochum und Offenbach
Es soll sich laut Polizei Mülheim um ein ganzes Betrügernetzwerk handeln. Der 28-Jährige aus Mülheim soll der Kopf der Bande gewesen sein. Am Dienstagmorgen wurden auch Wohnungen in Bochum und Offenbach durchsucht.
Bei den Durchsuchungen wurde neben mehreren Tausend Euro Bargeld auch ein Mercedes beschlagnahmt.
Unsere Quellen:
- Pressemitteilung der Polizei Mülheim an der Ruhr
- WDR-Gespräch mit der Polizei Mülheim
- Artikel der Polizei Hamburg zum "Love-Scamming" und zu "Man-in-the-Middle-Angriffen"
- Artikel der Polizei NRW zum "CEO-Fraud"
