Neue Halle für Feuerwehr in Netphen-Eschenbach

WDR 01:46 Min. Verfügbar bis 16.07.2028

Nach Feuer im Gerätehaus Provisorium für Feuerwehr Eschenbach

Stand:

Wenn der Koch hungert, der Elektriker einen Stromausfall hat oder das ADAC-Auto eine Panne, so war im vergangenen September der Brand des Gerätehauses in Eschenbach für die Feuerwehr Netphen.
Seit heute haben sie wenigstens wieder ein Übergangsheim.

Von Franz Altrogge

Die Flammen waren dramatisch, das sind die Feuerwehrleute gewohnt, aber nicht die Umstände. Kaum ein Mitglied der Eschenbacher Feuerwehr kann diese Nacht vergessen: es steht quasi das eigene Heim samt Inhalt in Flammen. Normalerweise wird immer erst die Schutzkleidung angelegt, doch die liegt in der Kammer und brennt in dieser Septembernacht auch.

Immerhin denken zwei Kameraden schnell genug mit und retten wenigstens die Feurwehrautos aus der Halle als der Dachstuhl schon lichterloh brennt. Fast werden zwei andere durch einen herabstürzenden Strommast getroffen. Am Ende schaffen es die Kollegen aus der ganzen Gegend den Brand unter Kontrolle zu bekommen.

Neubau nötig

Sebastian Reh, Feuerwehrchef in Netphen steht nachdenklich am Unglücksort. Inzwischen ist alles abgerissen, nur die alten Bodenfliesen erinnern noch an die Halle. "Es muss ein Neubau her" sagt er. Die heutigen Vorschriften sind anders: es braucht dreimal so viel Platz und will gut geplant sein, das dauert.

Sebastian Reh, Feuerwehr Netphen, an der Stelle in Eschenbach, an der das alte Gerätehaus der Feuerwehr abgebrannt war

Sebastian Reh von der Feuerwehr Netphen, vor dem Platz, wo das abgebrannten Gerätehaus der Feuerwehr stand

Dafür muss das benachbarte alte Bürgerhaus mit abgerissen werden. Unglück neben dem Unglück ist dann ein Unfall im Februar: ein Auto rammt das Nachbargebäude und beschädigt es noch mehr.

Rettung muss aber sein

Seit heute steht nun der Rohbau für ein Übergangsheim. Nur wenige hundert Meter vom alten Ort entfernt hat die Stadt eine Leichtbauhalle errichten lassen. Sie ist Garage und Umkleide der Feuerwehr Eschenbach für die Übergangszeit bis zum Neubau. Später wird die Stadt das mobile Gebäude -halb Zelt, halb Bau- für andere Zwecke nutzen.

Nach dem Brand standen die Feuerwehrautos im Zentrum von Netphen. Wäre die kleine Halle in Eschenbach nicht gebaut worden, bräuchte die Feuerwehr zu lange zu Bränden in der Gegend rund um das Dorf - wenn es mal nicht die eigene Hütte ist, die brennt!

Unsere Quellen:

  • Sebastian Reh, Feuerwehr Netphen
  • Marco Krüger (CDU), Bürgermeister Netphen
  • Beobachtungen der WDR-Reporter vor Ort

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Südwestfalen, 16.07.2026, 19:30 Uhr

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