Ein Jäger, der gegen kurz vor ein Uhr in der Nacht auf seinem Hochsitz nach Tieren Ausschau gehalten hatte, entdeckte mit seiner Wärmebildkamera auf einem rund ein Kilometer entfernten Windrad zwei verdächtige Lichtpunkte. Da er bei Tageslicht in der Vergangenheit schon mal Menschen auf dem Windrad gesehen und auch fotografiert hatte, rief er die Polizei.
Große Gefahr für die Höhenretter
Es regnete zu diesem Zeitpunkt. Da zunächst nicht klar war, ob sich wirklich Menschen auf dem mehr als 100 Meter hohen Windrad befanden, war die Gefahr für die Höhenretter zu groß für einen Aufstieg. Zumal die Gitterkonstruktion aus Stahl keinen sicheren Eindruck mehr machte.
Drohne bringt Licht ins Dunkel
Mit einer Drohne wurde dieses über 100 Meter hohe Windrad abgesucht.
Um sich ein genaues Bild zu verschaffen, forderte der Einsatzleiter der Feuerwehr die Drohneneinheit der benachbarten Feuerwehr Hilchenbach-Dahlbruch an. Eine Wärmebildkamera und helle Lampen an der Drohne brachten Licht ins Dunkel.
Nach rund 40 Minuten Flugzeit gab es endlich Gewissheit: Es befinden sich keine Personen auf oder in dem Windrad. Die Einsatzkräfte konnten abrücken.
Unsere Quellen:
- Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort
- Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein
- Einsatzleiter der Feuerwehr Freudenberg
Sendung: WDR.de, "Menschen auf Windrad bei Siegen?", 14.05.2026, 11:57 Uhr