Über 100 Heuballen brennen im Kreis Soest
Bildquelle: Feuerwehr Lippetal/Max Lamnetz00:23 Min.. Verfügbar bis 05.08.2028.
In Lippetal-Lippborg ist die Feuerwehr noch immer mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Seit 20 Uhr gestern Abend stehen dort eine Remise und die darin gelagerten 90 Heuballen in Vollbrand.
Remise und Heu werden kontrolliert abgebrannt
Da die Scheune an einem Waldrand stand, kümmerte sich die Feuerwehr zudem darum, dass das Feuer nicht auf die Bäume übergriff. Deswegen bewässerten die Einsatzkräfte das angrenzende Waldgebiet, um zu verhindern, dass der Wald brannte. Insgesamt sind seit gestern Abend rund 80 Feuerwehrleute im Einsatz.
Laut Feuerwehr Lippborg stand relativ schnell fest, dass Unterstand und Heu nicht mehr zu retten seien, weshalb beides kontrolliert abgebrannt wurde.
Die Feuerwehr beschleunigte den Brand
Um das Feuer gezielt zu beschleunigen, kamen sogar riesige Hochleistungslüfter zum Einsatz: Sie bliesen extrem viel Luft hinein, damit das Material schneller verbrennt.
Die Remise und die Heuballen waren nicht mehr zu retten.
Bildquelle: Freiwillige Feuerwehr Lippetal, Max LametzUnterstützung gab es dabei durch ein spezielles Löschfahrzeug aus Soest sowie einen Teleskoplader, der das eingestürzte Dach wegräumte.
Landwirt verliert Ernte
Durch den Brand verliert Landwirt Hubertus Rettler jetzt seine ganze Ernte. Das Heu wollte der Landwirt eigentlich als Pferdefutter verkaufen. Er selbst schätzt den Schaden auf rund 25.000 Euro.
"Natürlich geht es einem nicht gut. Man hat sich hier die Arbeit gemacht. Jetzt verliert man die ganze Ernte. Jetzt müssen wir sehen, wie wir das ersetzen." Hubertus Rettler, Landwirt
Der Landwirt macht sich große Sorgen, er geht von Brandstiftung aus. Nach seinen Angaben waren keine Flaschen oder Gegenstände an der Brandstelle, die das Feuer hätten verursachen können.
Hubertus Rettler hofft jetzt, dass die Ermittlungen schnell abgeschlossen werden. Die Brandursache ist bislang unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Brennende Heuballen auch in Rüthen
In der Nacht brannten auch an zwei anderen Stellen, im Rüthener Stadtgebiet, insgesamt rund 20 weitere Heuballen. Dort konnte die Feuerwehr aber verhindern, dass die Flammen auf angrenzende Scheunen übergriffen. Die Einsätze dort sind beendet.
Die Polizei ermittelt jetzt in dem Fall, sie vermutet Brandstiftung. Ob die Brände aus der Nacht im Zusammenhang stehen, soll untersucht werden. Zuletzt brannten im Kreis Soest und vor allem in Rüthen immer wieder Strohballen und Scheunen.
Unsere Quellen:
- Marc Schlunz, Freiwillige Feuerwehr Lippetal
- Polizei-Leitstelle Soest
- Feuerwehr-Leitstelle Soest
- WDR Reporterin im Gespräch vor Ort
- Landwirt Hubertus Rettler
Sendung: WDR2, WDR2 für Sauerland, Siegerland und Südwestfalen, 05.08.2026, 07:30 Uhr