Das simulierte Szenario ist realitätsnah: Kinder haben in einem Wald mit Palettenholz eine Hütte gebaut – und in diesem Palettenholz befindet sich der asiatische Laubholzbockkäfer. Ein tückisches Tier: Es befällt vitale Laubbäume und bringt sie zum Absterben.
Übung im Wald: Schädlinge schnell bekämpfen
Bildquelle: Heinz KrischerLokalzeit Südwestfalen. 15.05.2025. 2 Min. 30 Sek.. Verfügbar bis 15.05.2027. WDR. Von Heinz Krischer.
Bei Befall muss schnell gehandelt werden
Um genau sagen zu können, dass ein Befall durch den asiatischen Laubholzbockkäfer vorliegt, sehen sich Baumkletterer die Baumkronen an: Es ist typisch für den Schädling, hier die frischen Triebspitzen anzuknabbern. Steht der Befall fest, müssen Förster und Försterinnen schnell handeln.
Thomas Wälter (r.) vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW zeigt eine Käfer-Falle
Bildquelle: Heinz KrischerEs wird ein Quarantänegebiet abgeriegelt, aus dem keine Holzstämme mehr rausgebracht werden dürfen. Außerdem werden Fallen angebracht. "Ein solcher Rahmennotfall muss jährlich durchgespielt werden", erklärt Nicole Fiegler von Wald und Holz NRW.
Realer Befall war 2012 in Bonn
Die Försterinnen und Förster hoffen, dass es bei einer Simulation bleibt. Einen realen Befall des asiatischen Laubholzbockkäfers hat es bislang nur einmal in NRW gegeben – und zwar 2012 in Bonn. Damals mussten etliche Bäume gefällt werden, erzählt Nicole Fiegler: "gefällt, gehäckselt und verbrannt".
Für den Menschen ist der asiatische Laubholzbockkäfer nicht gefährlich. Er befällt in erster Linie wärmeliebende Arten wie Ahorn, Kastanie, Birke und Esche. Also Baumarten, die wirtschaftlich gesehen längst nicht so bedeutend sind wie Fichten, Eichen oder auch Buchen.
Unsere Quellen:
- WDR-Gespräch mit Försterinnen und Förstern
- Nicole Fiegler von Wald und Holz NRW