Hitze sorgt für dürre Ernten

02:31 Min. Verfügbar bis 31.07.2028

Höhere Kosten, weniger Ertrag Hitze sorgt für dürre Ernten

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Wochenlange Trockenheit und Hitze - wir schwitzen, aber vor allem für unsere Landwirte ist dieser Sommer eine echte Herausforderung. Staubtrocken sind die Böden inzwischen. Das Schlimmste sind aber die Ernteverluste. 

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Klaudia Deus

Die Staubwolke ist beeindruckend, wenn Landwirt Andreas Kempe über sein Weizenfeld in Remscheid fährt. Den Weizen hat er gerade erst geerntet. Jetzt fährt Kempe mit seinem Traktor über die abgeernteten Felder. Der Boden wird wie gewohnt einmal kurz unter der Oberfläche durchgeschnitten und leicht vermischt - grubbern heißt diese Technik der Bodenbearbeitung. Beim Grubbern fällt der staubige Boden besonders auf. Ergebnis der Trockenheit: Wesentlich weniger Weizen.

Höhere Kosten - weniger Erträge

Landwirt in einem Trecker

Andreas Kempe, Vorsitzender Ortsbauernschaft Remscheid

Die Benzin Preise sind enorm gestiegen. Der Getreideanbau wird ohnehin teurer. Und ausgerechnet jetzt fällt die Ernte knapper aus. Das Ergebnis werden am Ende nicht nur die Bauern als finanzielle Verluste spüren - mit weniger Ernte steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass alle Getreideprodukte für uns Kunden teurer werden.

Bei Landwirt Andreas Kempe steht aktuell der Hafer noch goldgelb auf dem Feld. Er soll in den nächsten Tagen geerntet werden. Kempe schätzt hier den Verlust besonders hoch, denn die Haferkörner seien klein und mickrig. Der Hafer wird zu Pferdefutter.

Eingelagertes Futter - Landwirte versuchen vorzusorgen

Auf den Wiesen von Andreas Kempe stehen Einstellpferde. Die haben auf seinen Weiden viel Platz, Auslauf und eigentlich reichlich grünes Gras. Durch die Trockenheit wächst hier jetzt aber kaum noch etwas, die Tiere finden kein Gras mehr und brauchen ständig zusätzliches Futter. Der Futter das war eigentlich schon für den Winter gedacht. Aber Landwirt Andreas Kempe hält wegen der absehbaren Trockenheit inzwischen einen Sondervorrat für die Tiere parat.

Trockener Feldboden

Staubtrockene Böden - hier kann kaum noch etwas wachsen.

"Die Dürre vor drei, vier Jahren, die hat uns da wirklich härter erwischt. So etwas kannten wir noch gar nicht. Und wir haben in den letzten Jahren zugesehen, doch immer einen großen Futter-Vorrat vor uns herzuschieben, dass wir auf solche Situationen reagieren können." Andreas Kempe, Vorsitzender der Ortsbauernschaft Remscheid.

Doch die Landwirte können noch so gut versuchen sich vorzubereiten - vom Wetter sind sie immer abhängig. Und so warten Andreas Kempe und seine Kollegen auf den guten, bergischen Landregen. Auf den früher meist Verlass war.

Unsere Quellen:

  • Eindrücke der WDR-Reporterin vor Ort
  • Ortsbauernschaft Remscheid
  • Gespräch mit Landwirt Andreas Kempe

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land, 31.07.2026, 19:30 Uhr

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