Wetter in NRW

Erst Hitzewarnung, dann drohen wieder Unwetter

Stand:

Nach einem ruhigen Start in den Tag werden heute ab dem Abend schon wieder teils heftiger Regenfälle, Sturm und Gewitter erwartet.

Nach einem Abend mit teils schweren Gewittern, 15.000 Blitzen allein in NRW und einer tropisch schwülen Nacht, wird das heute wieder ein sehr heißer Tag im Westen - möglicherweise mit einem sehr nassen Ende.

Warnung vor extremer Wärmebelastung

Heute gibt es tagsüber zunächst Sonne und mehr Quellwolken. Dazu wird es schwül-heiß mit Höchstwerten von bis zu 35 Grad zum Beispiel in Hamm, Kleve, Ahlen oder Köln. Selbst im sauerländischen Arnsberg klettern die Temperaturen auf 34 Grad. Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt derzeit vor Hitze in NRW.

Wieder Starkregen und Sturm wahrscheinlich

Doch die schwüle Hitze hat auch Unwetterpotential. Regional können sich ab dem Abend wieder neue Schauer und Gewitter bilden. Dabei kann es vor allem in der Nacht wieder lokal zu Sturmböen und Starkregen kommen.

Der Deutsche Wetterdienst spricht von Starkregen, der zwischen 15 und 25 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde bringt und Sturmböen bis zu 80 Kilometern in der Stunde. Lokal seien könnten sogar bis zu 40 Litern pro Quadratmeter fallen und auch schwere Sturmböen um die 90 Stundenkilometern seien wahrscheinlich.

"Wo genau kräftige Gewitter mit Starkregen und Sturmböen zu erwarten sind, kann bei solchen Wetterlagen nur kurzfristig vorhergesagt werden. Je kleinräumiger Unwetter sein, desto schwieriger ist es, die genaue Lage einzugrenzen", erklärt Jürgen Vogt.

 Viel Wasser fällt auf sehr trockene Böden

Auch wenn viele auf Regen warten: "Die Vegetation hat nur eingeschränkt was von den Regenmengen - denn der erste Schwung Nässe kann vom ausgetrockneten Boden nicht aufgenommen werden - und bei Starkregen fließt das meiste Wasser ungenutzt über die Oberfläche ab, und versickert nicht langsam", erklärt Jürgen Vogt aus der WDR-Wetterredaktion.

Für die Bäche und kleineren Flüsse in NRW bedeute das, dass die Pegelstände nämlich nur kurzzeitig nach oben gehen. Nach Abzug der Schauer und Gewitter sinken sie dann wieder schnell ab.

Wettertrend für NRW: Drückende Schwüle lässt zur Wochenmitte nach

"Ab Mittwoch lässt dann diese drückende Schwüle langsam nach", so die WDR-Wetterexperten. Da gibt's dann einen meist trockenen Mix aus Sonne und Wolken. Es wird schrittweise etwas kühler, mit höchstens 25 Grad am Freitag - ehe es am Wochenende mit bis zu 30 Grad wieder wärmer wird.

Wettergespräch 03.08.2026, WDR 5-Morgenecho

Bildquelle: Christoph Reichwein/ dpa

WDR 03.08.2026 01:37 Min. Verfügbar bis 02.08.2028 WDR Online

Download Podcast

Trockenheit bleibt in NRW - hohe Waldbrandgefahr

Die Trockenheit wird uns aber trotz der angekündigten Gewitter noch weiter begleiten. Denn flächendeckender Regen ist bis Ende nächster Woche nach wie vor nicht in Sicht. Um den Wassermangel zu beheben, wäre aber ein tagelanger Regen nötig.

An der Gefahr für Wald- und Wiesenbrände ändert sich in den kommenden Tagen wenig. Schauer und Gewitter senken sie kurzzeitig, dann steigt sie aber wieder an.

Unsere Quellen:

  • Infos der WDR-Wetterredaktion
  • WDR5-Morgenecho
  • Deutscher Wetterdienst

Sendung: WDR5, Morgenecho, 03.08.2026, 06:18 Uhr.