Live hören
Jetzt läuft: Roads von Portishead
Ed Sheeran

Global Pop News 14.07.2026 Britische Bibliotheken zu Studios

Stand:

Ed Sheeran engagiert sich für britischen Nachwuchs | Ariana Grande sagt TV-Rolle wegen aktueller Tour ab | PinkPantheress bald auch auf der Leinwand | Bad Bunnys Ex-Freundin darf Millionenklage weiterverfolgen

Von Anne Lorenz

Ed Sheeran spendet für die Umgestaltung von Bibliotheken

Global Pop News 14.07.2026 01:53 Min. Verfügbar bis 13.07.2028 COSMO

Ed Sheeran will Bibliotheken zu Studios und Konzerthäusern umbauen, in denen junge Musikerinnen und Musiker sich frei ausprobieren können. Dafür hat er gerade einen dicken Batzen staatliche Förderung klargemacht: umgerechnet über vierzehneinhalb Millionen Euro.


Britische Bibliotheken werden zu Studios

Ed Sheeran will Bibliotheken zu Studios und Konzerthäusern umbauen, in denen junge Musikerinnen und Musiker sich frei ausprobieren können. Dafür hat er gerade einen dicken Batzen staatliche Förderung klargemacht: umgerechnet über vierzehneinhalb Millionen Euro.

Damit sollen aus öffentlichen Bibliotheken in ganz England kreative Orte werden, an denen Musik ausgeliehen, produziert und vorgeführt werden kann - und zwar kostenlos. "Music in Libraries" heißt die Initiative. Ed Sheeran unterstützt sie mit seiner eigenen Wohltätigkeitsorganisation, mit der er vorher schon ähnliche Projekte finanziert hat.

Über 150 Bibliotheksbehörden können Fördermittel beantragen, um damit kostenlose Studioräume mit Aufnahmekabinen, Mischpulten und allen anderen technischen Voraussetzungen in ihren Häusern einzurichten oder die Basis für Live-Auftritte zu schaffen, heißt es in der Erklärung vom Ministerium für Kultur, Medien und Sport.

Support kommt auch noch von anderen Musikern. Zum Beispiel von Rapper und Moderator Guvna B, dessen Musikkarriere früher selbst in seiner örtlichen Kirche gestartet ist. Er sagt, das Programm könne für Musikerinnen und Musiker aus benachteiligten Verhältnissen von entscheidender Bedeutung sein.

Bibliotheken seien Orte, mit denen junge Menschen vertraut wären, dort würden sie sich sicher fühlen und könnten so in einer Wohlfühlumgebung ungezwungen gute Musik machen. Außerdem betont er, dass Kreativität und Zugang zu Musik wichtig für die psychische Gesundheit von jungen Menschen sind!

Bühne geht vor Bildschirm

Ariana Grande lebt für die Bühne und ihre Live-Shows. Die Pop-Sängerin aus Florida ist gerade mit ihrem aktuellen Album auf fetter Welttournee, dafür sagt sie sogar prestigeträchtige Schauspieljobs ab. Eigentlich hätte sie in der nächsten Staffel von "American Horror Story" mitspielen sollen - der Kultserie von Ryan Murphy.

Fans warten seit zwei Jahren auf die dreizehnte Staffel. Ariana Grande hätte darin in eine Nebenrolle schlüpfen sollen, das hat sie letztes Halloween groß angekündigt. Leider fallen die Drehtermine aber auf ihre laufende "Eternal Sunshine"-Tour. Fans können Ariana Grande trotzdem bald schon wieder als Schauspielerin bestaunen, und zwar auf der großen Leinwand im Kino.

Sie wird in der nächsten Fortsetzung von Ben Stillers Komödien-Hit "Meine Braut, ihr Vater und ich" zu sehen sein - "Focker-In-Law" wird die heißen. Ariana Grande spielt die Schwiegertochter von Ben Stillers Rolle, dem leicht trotteligen Greg, der Anfang der 2000er noch seinen eigenen Schwiegervater - gespielt von Robert De Niro - von sich überzeugen musste.

Jetzt ist der Spieß umgedreht: Ariana Grande spielt die Verlobte seines Sohnes, eine ehemalige FBI-Agentin, die zu ihrer Zeit auf Verhandlungen mit Geiselnehmern spezialisiert war. Der Film soll noch dieses Jahr in die Kinos kommen, voraussichtlich im Herbst. Ihre "Eternal Sunshine"-Tour hat aber erst einmal Vorrang.

Ab heute (14.07.) spielt Ariana Grande vier Shows in Brooklyn, New York, danach geht es weiter durch die USA und Kanada. Im August kommt sie dann auch nach Europa, allerdings nur ins UK nach London - dort spielt sie ganze zehn Shows!

PinkPantheress im Kino

Good News für alle PinkPantheress-Fans: Die britische Pop-Sängerin ist nämlich bald auch auf der Leinwand zu sehen. Die 25-Jährige hat gerade ihr Schauspieldebüt angekündigt, und zwar an der Seite von keinem Geringeren als Hollywoodstar Matt Damon.

Außerdem landet PinkPantheress ihre erste Rolle gleich in einem Film von Daniel Kwan und Daniel Scheinert - dem preisgekrönten Regieduo, bekannt als "The Daniels". Die haben vor drei Jahren bei den Oscars mit ihrem Film "Everything Everywhere All at Once" gleich sieben Oscars abgeräumt, eine Science-Fiction-Komödie über eine chinesische Familie in den Vereinigten Staaten.

Der Film mit PinkPantheress soll wohl ein Sci-Fi-Blockbuster werden, über globale Erwärmung und Zeitreisen. Die Handlung soll sich auf zwei verschiedenen Zeitebenen abspielen, und wie es klingt, fahren die beiden Daniels richtig auf, um ihren letzten Kinoerfolg noch zu übertreffen: Das Budget ist auf 150 Millionen US-Dollar angesetzt.

Neben Matt Damon und PinkPantheress wird auch noch Sandra Oh mitspielen, die kennt man aus "Grey's Anatomy". Der Kinostart ist für November geplant, einen offiziellen Namen für den Film gibt es aber noch nicht. Dass die beiden Daniels sich ausgerechnet eine Schauspiel-Newcomerin ausgesucht haben, ist nicht überraschend.

In "Everything Everywhere All at Once" waren die Big Names auch eher in den Nebenrollen vertreten, mit Jamie Lee Curtis und Jenny Slate. Der Sprung auf die Kinoleinwand macht für PinkPantheress außerdem Sinn: Egal ob auf dem roten Teppich oder in Interviews, sie tritt sicher vor der Kamera auf und ist mit ihren charismatischen Social-Media-Clips auch schon öfter viral gegangen.

Man fragt sich: Was kann die eigentlich nicht?! Die 25-Jährige hat dieses Jahr auch einen BRIT Award als beste Produzentin gewonnen, war für zwei Grammys nominiert und ziemlich genau vor einem Jahr wurde ihr ein Ehrendoktortitel verliehen - von der University of Kent. Die hat PinkPantheress für ihren starken Einfluss auf die Musik im digitalen Zeitalter ausgezeichnet. Fast gleichzeitig hat sie außerdem auch noch ein Schachturnier gewonnen.

Bad Bunny: Ex-Freundin darf Millionenklage weiterverfolgen

Das Oberste Gericht von Puerto Rico hat entschieden, dass Bad Bunnys Ex-Freundin Carliz de la Cruz Hernández ihre Klage gegen den Musiker weiterverfolgen darf. Sie fordert rund 40 Millionen US-Dollar Schadenersatz.

In dem Fall geht es um eine kurze Sprachaufnahme mit den Worten "Bad Bunny, baby". Nach Angaben von Hernández entstand die Aufnahme bereits 2015 - lange bevor Bad Bunny international berühmt wurde. Sie sagt, sie habe den Satz damals auf Wunsch des Sängers aufgenommen. Die beiden waren laut Klage von 2011 bis 2017 ein Paar.

Die Aufnahme ist später im Song "Dos Mil 16" erschienen, der 2022 auf Bad Bunnys Erfolgsalbum "Un Verano Sin Ti" veröffentlicht wurde. Laut Klage soll ihr das Management des Künstlers kurz vor der Veröffentlichung rund 2.000 US-Dollar für die Nutzung angeboten haben. Hernández habe das Angebot jedoch abgelehnt.

Trotzdem sei ihre Stimme ohne ihre Zustimmung auf dem Album verwendet worden. Die Klägerin sagt, dass ihre Stimme und damit ihre Identität ohne Erlaubnis kommerziell genutzt worden seien - unter anderem auf Streaming-Plattformen, bei Konzerten, im Radio, Fernsehen, in sozialen Netzwerken und in Werbekampagnen. Das habe sie psychisch stark belastet.

Das Gericht entschied nun, dass ihre Ansprüche im Zusammenhang mit "Dos Mil 16" weiter geprüft und weiterverfolgt werden können. Einen weiteren Teil der Klage wies es jedoch ab: Die Vorwürfe zur Nutzung derselben Aufnahme im Song "Pa Ti" aus dem Jahr 2016 seien verjährt.

In weiteren Verfahren muss nun geklärt werden, ob die Sprachaufnahme urheber- oder persönlichkeitsrechtlich geschützt ist und ob Bad Bunny beziehungsweise sein Team sie unrechtmäßig verwendet haben.