Dua Lipa unterstützt Flamingo-Proteste
Der britisch-albanische Popstar unterstützt die sogenannte Flamingo-Bewegung, Proteste gegen ein geplantes Luxusresort der Trump-Familie. Die Anlage soll in einem Naturschutzgebiet an der albanischen Adriaküste gebaut werden. Das Sazan Island Resort ist das Tourismusprojekt von Ivanka Trump und ihrem Ehemann Jared Kushner.
Geplant sind unter anderem ein Luxushotel, Privatvillen und ein Yachthafen rund um eine bisher fast unbewohnte Insel in naturgeschützten Küstengewässern. Das Symbol der Proteste - der Flamingo - ist nur eine von vielen Tierarten, die durch das Projekt in ihrem Lebensraum bedroht werden. Dua Lipas Eltern stammen aus dem Kosovo, ihre Mutter arbeitet sogar selbst in der Tourismusbranche.
Die Sängerin hat in ihrem "Service95 Book Club"-Podcast mit einer albanischen Autorin über die Bewegung gesprochen. "Was mich tatsächlich beunruhigt, ist der Grundsatz, dass die Regierung einfach das Gesetz ändern könnte, um den Umweltschutz ohne jegliche öffentliche Anhörung aufzuheben", sagte die Pop-Sängerin.
"Ich finde es so inspirierend zu sehen, wie sehr sich die Menschen wirklich engagieren", ergänzte Dua Lipa mit Blick auf die täglichen Demonstrationen. Sie erklärte außerdem, es sei offensichtlich, dass das Problem struktureller Natur sei und dass der Wiederaufbau "auf eine Weise erfolgen müsse, die die Menschen unterstützt".
Holger-Czukay-Preis für Keshavara
Keshavara kommen aus Köln und machen deutsch-indischen Global Pop. Dabei stechen vor allem ihre fantasievollen Visuals und Liveshows heraus. Jetzt hat die vierköpfige Band genau dafür den Holger-Czukay-Preis gewonnen, eine Auszeichnung für Popmusik aus Köln.
Holger Czukay war seinerzeit Bassist und Klangtüftler der Kölner Krautrockband "CAN". Der Fokus des Preises liegt also darauf, innovative Musik zu feiern, die das Lebensgefühl der Stadt prägt und widerspiegelt. Keshavara wurden mit dem Hauptpreis beehrt, was für Kopf und Gründer Keshav Purushotham etwas ganz Besonderes ist.
"Es hat uns irre gefreut. Wir sind sehr berührt über die Anerkennung, ja, auch von der Stadt, von Köln. Das Projekt ist ja hier entstanden und wir experimentieren hier in Köln und tragen es dann raus. Und dass das gesehen wird, ist wunderschön. Dass der Preis den Namen von Holger Czukay trägt, ist auch cool, weil es schon eine große Inspiration ist, CAN!" Keshav Purushotham
Zur Auszeichnung gibt es außerdem ein Preisgeld von 15.000 Euro, das Keshav Purushotham sofort wieder in das Projekt investieren möchte: "Ein Traum von uns ist auf jeden Fall schon länger, endlich mal eine Tour durch Indien zu machen und dort auch eine Art Film zu drehen - einen Musikfilm, ein Roadmovie. Vielleicht lässt sich das mit Hilfe des Preisgeldes realisieren."
Lorde kritisiert Smart Glasses: "Nicht sexy"
Popstar Lorde hat sich auf einem Festival in Madrid bei ihrem Auftritt gegen KI-Brillen von Meta ausgesprochen. Die neuseeländische Sängerin kritisierte die Smart Glasses, mit denen unter anderem Fotos und Videos aufgenommen sowie Telefonate geführt werden können.
Auf der Bühne sagte Lorde: "Es wird immer schwieriger zu erkennen, was echt ist. Man weiß nicht mehr, ob jemand einfach eine Sonnenbrille trägt oder eine verdammte KI-Brille. Vergesst diese Brillen. Kauft sie nicht. Sie sind nicht sexy."
Das Festival wurde von Ray-Ban unterstützt. Das Unternehmen entwickelt die Smart Glasses gemeinsam mit Meta. Zudem trat Lorde unmittelbar vor Jennie auf, die als Markenbotschafterin für die Brillen wirbt.
Vor Kurzem sorgte ein Werbebeitrag von Kylie Jenner für Kritik. In sozialen Netzwerken kritisierten Aktivistinnen und Aktivisten die Brillen mit Kommentaren, wie "Ständig alles aufnehmen? Ist eher Faschismus als Fashion". Meta betont, dass laufende Aufnahmen durch ein sichtbares Licht angezeigt werden und der Datenschutz berücksichtigt werde.
Dennoch gibt es Berichte über heimliche Filmaufnahmen mit den Brillen - unter anderem in Parks und Schwimmbädern. Die Videos landen teilweise im Internet. Der Brillenhersteller EssilorLuxottica erklärte, dass 2025 mehr als sieben Millionen Meta-Smartglasses verkauft wurden - deutlich mehr als in den beiden Vorjahren zusammen.
Bereits im Mai hatte Meta mitgeteilt, aufgrund der hohen Nachfrage nicht mit der Produktion nachzukommen. Die Stadt Potsdam plant offenbar ein Verbot solcher Geräte in städtischen Schwimmbädern. Auch in Baden-Württemberg werden ähnliche Maßnahmen diskutiert.