Code Orange: Pyro-Frust beim Tomorrowland
Am Freitag (17.07.) startet in Belgien das Tomorrowland-Festival. Unter den über 600 Acts, die ab Freitag beim weltweit größten und bekanntesten Festival für elektronische Musik auftreten werden, ist unter anderem das US-amerikanische Bass-Duo The Chainsmokers. Pünktlich zum Auftakt hat sich außerdem scheinbar nun auch geklärt, warum die Hauptbühne letztes Jahr zwei Tage vor Festivalbeginn in Flammen aufgegangen ist.
Ermittelnde gehen von menschlichem Versagen aus, berichtet die belgische Tageszeitung "Het Laatste Nieuws". Auf der Mainstage gibt es wohl zwei Feuerschalen, aus denen durch Sprühköpfe während der Shows immer wieder hohe Flammenfontänen erzeugt werden können. Beim Test dieser Feuerschalen wurde wohl versehentlich Ethanol auf Teile des Bühnenbilds gesprüht. Und da das größtenteils aus Styropor besteht, haben sich die Flammen innerhalb von Minuten ausgebreitet.
Ein Schaden von 30 Millionen Euro – zum Glück konnte das Tomorrowland aber trotzdem wie geplant stattfinden. Unter anderem, weil die US-Metal-Band Metallica Bühnenteile ihrer letzten Europatournee für eine Ersatzbühne zur Verfügung gestellt hatte. Dieses Jahr sieht es aber wieder nicht so gut aus für Feuerwerk und Pyrotechnik beim Tomorrowland.
Für das erste Wochenende haben die belgischen Behörden einen Code Orange ausgelöst, also eine Wetterwarnung wegen anhaltender Trockenheit und erhöhter Brandgefahr. Haben die Veranstalter scheinbar auch erst aus der Presse erfahren... Mit dementsprechend großer Enttäuschung, denn bisher haben die spektakulären Pyroshows der Tomorrowland-Bühnen auf jeden Fall fest zum Bild gehört.
Klage gegen Lil Wayne: Übertriebene Erwartungen an Ex-Assistent
New-Orleans-Rapper Lil Wayne wird gerade von seinem ehemaligen Assistenten verklagt. Dabei sind Gerichtsunterlagen aufgetaucht, die "ungewöhnliche" Erwartungen an seine Angestellten offenlegen. Neben dem Üblichen wie Diskretion und Verschwiegenheitserklärungen sollte Lil Waynes persönlicher Assistent wohl 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche erreichbar sein und jederzeit ans Telefon gehen.
Außerdem sollte er jederzeit bereit sein, mit seinem berühmten Boss auf Reisen zu gehen, eine positive Einstellung haben, eine angenehme Körperhygiene vorweisen, gut mit Kindern und mit Hunden umgehen können und "mit dem schnelllebigen Lebensstil Schritt halten, ohne sich persönlich darauf einzulassen". Die ungewöhnlichste Klausel in der Liste war auf jeden Fall die Anforderung, jederzeit fertig gedrehte Joints bereitzuhalten und dafür zu sorgen, dass Lil Wayne die Blunts nicht ausgehen.
Erinnert ein bisschen an Snoop Dogg, der hat es allerdings noch exklusiver gehalten und gleich einen persönlichen Joint-Roller eingestellt. Bei der Klage seines ehemaligen Assistenten geht es allerdings gar nicht um außergewöhnliche Anforderungen, sondern um einen Vorfall in einem Privatjet im Jahr 2022. Dabei soll Lil Wayne den Kläger körperlich angegriffen haben, scheinbar bei dem Versuch, einen Streit zwischen dem Rapper und dem Piloten zu schlichten. Mit solchen Vorwürfen sieht sich Lil Wayne gerade öfter konfrontiert: Erst vor Kurzem wurde eine Klage seines ehemaligen Bodyguards abgewiesen. Dieser hatte behauptet, Lil Wayne hätte ihn mit einer Waffe aus dem Haus gejagt.
Benefiz-Event "Unidos por Venezuela" für Erdbebenopfer
In Venezuela ist die Zahl der Erdbebenopfer auf fast 5000 gestiegen, gleichzeitig wollen immer mehr Global-Pop-Stars den Menschen vor Ort helfen. Zum Beispiel Feid aus Kolumbien, einer der Latin-Stars, die sich gerade einem großen Benefiz-Event angeschlossen haben. Unter dem Namen "Unidos por Venezuela" – Vereint für Venezuela – wird ein Konzertabend in Miami veranstaltet. Gleichzeitig mit der Musik soll ein Spendenmarathon stattfinden, bei dem Hilfsgelder für betroffene Familien und Communities gesammelt werden. Mit dabei sind neben dem kolumbianischen Reggaeton-Rapper Feid auch noch das kubanische Duo Gente De Zona, die venezolanische Singer-Songwriterin Elena Rose und der US-amerikanisch-puerto-ricanische Latin-Star Marc Anthony.
Eine zweite Rutsche Artists soll demnächst noch bekanntgegeben werden. Das Event wird also eine Art Benefiz-Festival. Stattfinden wird es am 16. August. Der Ticketvorverkauf geht morgen Mittag los. Man kann sich die Konzerte also in Miami live vor Ort anschauen. Das Ganze wird aber auch im Netz gestreamt, man kann also auch von hier aus dabei sein. Gleichzeitig können Zuschauer dann spenden, per QR-Code, SMS oder über digitale Plattformen. Außerdem wird es für Unternehmen und Stiftungen diverse Spenden-Optionen geben, zum Beispiel solche Matching-Aktionen, bei denen Firmen einen gespendeten Betrag verdoppeln. Hilfe, die wirklich dringend nötig ist! Fast 17.000 Menschen wurden bei dem Erdbeben vor drei Wochen verletzt, fast 18.000 Venezolaner und Venezolanerinnen sind weiterhin obdachlos.
Laut offizieller Erklärung werden die gesammelten Gelder von anerkannten internationalen humanitären Organisationen verwaltet, um genau den Bedarf zu decken, der in den verschiedenen Phasen des Wiederaufbaus entsteht. Und „Unidos por Venezuela“ hat außerdem eine Nachberichterstattung versprochen, also Sonderberichte über Rettungsmaßnahmen, die humanitäre Arbeit vor Ort und Erfahrungsberichte von Überlebenden. Die Europäische Union hat übrigens auch gerade noch bekannt gegeben, dass sie weitere 20 Millionen Euro Hilfsmittel für Venezuela bereitstellen wird.