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Boy George in der Kritik wegen pro-israelischem Song

Global Pop News 28.07.2026 Boy George in der Kritik wegen pro-israelischem Song

Stand:

Boy George in der Kritik wegen pro-israelischem Song | Prinz Pi beendet seine Musikkarriere

Von Maike de Buhr

Boy George in der Kritik wegen pro-israelischem Song

Global Pop News 28.07.2026 02:39 Min. Verfügbar bis 27.07.2028 COSMO

Als Sänger der Band Culture Club ist Boy George mit Hits wie "Karma Chameleon" in den Achtzigern berühmt geworden. Mit seiner neuen Solo-Musik gerät der Brite aktuell in die Kritik.


Boy George in der Kritik wegen pro-israelischem Song

Als Sänger der Band Culture Club ist Boy George mit Hits wie "Karma Chameleon" in den Achtzigern berühmt geworden. Mit seiner neuen Solo-Musik gerät der Brite aktuell in die Kritik. Boy George hat einen pro-israelischen Song auf seinen Social Media-Kanälen geteilt. In dem Reggaelied "Od Nirkod (We Will Dance Again)" erinnert er an den Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023.

Bei dem Massaker wurden etwa 1.200 Menschen getötet und mehr als 250 in den Gazastreifen verschleppt. Seitdem geht Israel massiv militärisch im Gazastreifen vor. Und Boy George beginnt sein Lied mit den Textzeilen: "Du sagst Völkermord, ich sage Krieg." Das stößt in den Kommentarspalten auf einige Reaktionen. Denn der Vorwurf, Israel würde mit den Angriffen auf Gaza einen Völkermord begehen, beschäftigt auch internationale Gerichte und wird weltweit diskutiert.

In Gaza wurden seit 2023 über 70.000 Menschen durch die israelische Militäroffensive getötet. Während der UNO-Menschenrechtsrat oder Organisationen wie Amnesty International von Völkermord sprechen, weist Israel diese Vorwürfe zurück und beruft sich auf sein Recht auf Selbstverteidigung. In den Kommentarspalten auf Boy Georges Socials spalten sich die Geister: Einerseits werfen ihm Leute vor, er würde einen Völkermord unterstützen und leugnen, was in Gaza passiert. Anderseits feiern Fans seinen Mut und Support für Israel und jüdischen Menschen.

Boy George ist selbst katholisch-irisch, hat aber wohl viele jüdische Menschen in seinem Umkreis. Im Song singt er: "I stand with the jews" und meint weiter, dass irgendwann wieder getanzt werden würde und es keinen Krieg mehr gebe. Gleichzeitig kritisiert er im Lied andere Musiker, die Flaggen schwenkten und wie Schafe einer Herde folgten, angetrieben von Propaganda im Netz.

Prinz Pi beendet seine Musikkarriere

Prinz Pi hat Deutschrap maßgeblich geprägt, aber nun kommt nach über 20 Jahren seine Musikkarriere zum Ende. "Ich mach das natürlich mit einer großen Traurigkeit, allerdings ist diese Traurigkeit schon einige Jahre in mir drin, mittlerweile ist das, was ihr davon seht, Dankbarkeit", erzählt der Berliner Rapper bei Instagram. Die Musikwelt habe sich einfach zu sehr für ihn gewandelt. Er würde am liebsten noch zehn weitere Alben rausbringen, zehn weitere Touren spielen, aber das würde einfach nicht laufen. In einem Reel geht er ins Detail: "Ich komme aus der Generation, da hat man noch sein Geld verdient, in dem man Alben verkauft hat, auf CD. Das ist mittlerweile weggefallen." In den Streamingkosmos würde seine Musik nicht reinpassen. "Vielleicht passt die nicht in den Zeitgeist, was weiß ich. Aber als integrer Künstler, kann ich meine Musik nicht an den Zeitgeist anpassen, sondern die ist so, wie sie ist." Prinz Pi bedankt sich bei allen, die ihn auf seinem Weg begleitet und seine Musik gefühlt haben.

Innerhalb seiner Musikkarriere brachte er 19 Studioalben raus, ein paar davon sind auf Platz 1 in den Charts gelandet. Seine Texte: tiefgründig, lyrisch, melancholisch. Mittlerweile arbeitet Prinz Pi in einer Werkstatt, aber im Oktober geht er nochmal auf Abschiedstour. Die Chancen stehen aber gut, dass es danach dennoch bisher Ungehörtes von Prinz Pi gibt: "Ich habe Festplatten voll mit unreleaseten Alben, mit unreleaseten Songs. Und das Ding ist, wenn ich heutzutage ein neues Album rausbringe, dann sagen die Leute immer: Aber warum klingt das nicht so wie 'Rebell ohne Grund'? Aber warum klingt das nicht wie 'Im Westen nix Neues'? Wisst ihr, das Gute an unreleaseten Songs ist: Dann habt ihr dann noch fünf ‚Rebell ohne Grund‘-Songs. Oder fünf Songs von irgendeinem anderen Album. Es ist alles da." In seiner Instastory erzählt Prinz Pi, dass das noch mal schön und hochwertig aufbereitet rauskommen soll. Es würde noch Re-releases auf Vinyl geben, von Alben, die es bisher noch nie auf Vinyl gab. Oder von welchen, die schon lange vergriffen sind. 20 Jahre Prinz P finden also kein kaltes Ende.

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