Geflüchtete auf dem Arbeitsmarkt
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In vielen Branchen werden Fachkräfte gesucht. Gleichzeitig wollen viele Menschen mit Flucht- oder Migrationserfahrung arbeiten, doch lange Wartezeiten bei Behörden und die Bürokratie erschweren den Einstieg. Wie kann der Weg in Beschäftigung dennoch gelingen? Janina Werner berichtet.
Sabine Hallak hat den Telefonhörer am linken Ohr und erinnert eine Patientin auf Arabisch an ihren Termin. Die Syrerin ist seit 2015 in Deutschland und arbeitet als medizinische Fachangestellte in einer Kinderarztpraxis: "Also wir müssen auf Deutsch reden, egal wie viele Jahre wir in Deutschland sind". Vor allem für geflüchtete Frauen ist es schwierig, Arbeit zu finden, weil sie oft die Kinderbetreuung übernehmen und das Erlernen der deutschen Sprache auf der Strecke bleibt.
Das Deutsch von Dilshad Rasho ist noch nicht perfekt. Dennoch hat der Iraker erfolgreich seine Ausbildung als Verkäufer abgeschlossen und arbeitet in einem Fotogeschäft in Aachen. Sein Chef hat ihn während der Zeit immer unterstützt – sogar mit ihm die Aussprach geübt.
Fest steht: Je länger Geflüchtete in Deutschland leben, desto häufiger gelingt der Einstieg in Arbeit. Nach acht Jahren beträgt die Erwerbstätigenquote bereits 63 Prozent. Doch was braucht es, um auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich Fuß zu fassen? Und welche Hürden bleiben bestehen?
Autorin: Janina Werner
Redakteurin: Valentina Dobrosavljević