Wir kaufen Damen- oder Herrenkleidung, wir lesen unser Gegenüber als Frau oder als Mann – unsere Welt ist binär geprägt. Und das, obwohl es seit 2018 den Geschlechtseintrag "divers" gibt. Für Menschen, die sich genderfluid verstehen, ist das herausfordernd. Sie fühlen sich nicht gesehen, sie finden kaum Vorbilder, ob in Kinderbüchern oder Fernsehserien.
Viele Nichtbinäre haben lange nach einer Genderidentität gesucht, die sich für sie stimmig anfühlt. Und danach, welche Veränderung sie brauchen: Einen neuen Namen, einen anderen Kleidungsstil, einen körperlichen Wandel durch eine Brustentfernung oder Hormontherapie. Oder nichts davon.
Autorin: Beate Hinrichs
Redaktion: Birgit Becker
Sendung: WDR 5, Neugier genügt, 16.07.2007, 10:04 Uhr