Gamescom startet: Wie beeinflussen Computerspiele Ihr Leben?
Ob am Computer, an der Konsole oder auf dem Handy, laut Branchenverband spielen hierzulande 37,5 Millionen digital. Gehören Sie dazu? Was fasziniert Sie daran? Und was stört Sie? Diskutieren Sie mit Moderator Tobi Schäfer und Gaming-Experte Professor Rudolf Thomas Inderst im WDR 5 Tagesgespräch!
Heute startet in Köln die Gamescom, ab morgen ist sie auch für Privatbesucher geöffnet. Die Messe gilt inzwischen als weltweit wichtigste für Computer- und Videospiele und für die Gaming-Branche. Außerdem ist sie ist für viele Gaming-Fans eine beliebte Pilgerstätte.
Und die Gaming-Community ist riesig und wächst weiter. Glaubt man den Zahlen des Branchenverbands der deutschen Games-Branche spielen inzwischen 60 Prozent der Sechs- bis 69-Jährigen online. Und insbesondere der Anteil bei den älteren Spielenden ab 60 Jahre hat zugenommen: allein im Jahr 2024 von 6,4 auf 7,7 Millionen. Und der Anteil der Frauen liegt dabei bei 48 Prozent. Das heißt, die Vorstellung, Gamer seien in der Mehrzahl jung und männlich, stimmt so nicht mehr.
Gleichzeitig kämpft die Branche immer wieder mit Vorurteilen und Kritik: Die Gefahr süchtig zu werden oder zu vereinsamen, Gewaltverherrlichung, Diskriminierung, Rassismus, Sexismus – sind da einige Schlagworte. Zum Teil ist die Kritik berechtigt. Was Diskriminierungs-Problematiken beispielsweise angeht sehen Experten wie Rudolf Thomas Inderst, von der Hochschule Neu-Ulm auch die Hersteller in der Pflicht.
In anderen Bereichen – etwa bei der Frage, ob Computerspiele gewalttätig machen können, ist inzwischen belegt, dass Spiele solche Mechanismen verstärken können, aber in der Regel nicht die Auslöser oder einzigen Faktoren sind. Für die allermeisten ist das Gaming aber einfach nur ein Hobby wie viele andere.
Dabei ist die Bandbreite der Spiele und Plattformen heute riesig. Das reicht vom simplen Online-Scrabble über sehr spezifische Themen- oder Lernspielen, Spiele die VR-Brillen nutzen, E-Sports-Wettbewerbe bis hin zu aufwendigst produzierten Blockbustern und Streaming-Plattformen wie Twitch.
Wann nutzen Sie Computerspiele bzw. andere digitale Spiele? Was und wie spielen Sie am liebsten? Sehen Sie das Gaming als Hobby? Oder gehören Sie sind sie eher zu denjenigen, die genervt von Kindern oder Partnern sind, die sehr viel Zeit mit diesem Hobby verbringen? Oder machen Sie sich vielleicht sogar Sorgen um sich selbst oder Menschen in Ihrer Umgebung, weil Sie schlechte Erfahrungen gemacht haben? Wie sehr beeinflusst das Gaming Ihr Leben?
Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555).
Gast: Rudolf Thomas Inderst, Professor für Game Studies und Game Design, Hochschule Neu-Ulm
Redaktion: Birgit Becker und Julia Lührs