WDR 5 Tagesgespräch : ADHS - wie wichtig ist die Diagnose?
Für viele Erwachsene ist die Diagnose ADHS eine Erleichterung. Sie wissen endlich, warum sie mit Aufgaben überfordert sind, die andere mühelos meistern. Aber wie geht man damit um? Wie kann das Umfeld zuhause oder auf der Arbeit reagieren? Sprechen Sie mit Anja Backhaus und Alexandra Philipsen von der Uniklinik Bonn im WDR 5 Tagesgespräch!
Was lange hauptsächlich als Problem bei Kindern galt, wird inzwischen häufiger als Diagnose bei Erwachsenen gestellt. Die niedrigeren Schätzungen gehen von 2,5 Prozent Betroffenen aus. Die Zahl der neuen Diagnosen steigt zwar. Doch noch immer bleiben wohl viele Fälle unerkannt.
Der heutige Welt-ADHS-Tag soll deshalb Aufmerksamkeit auf die Störung schaffen, unter der die Betroffenen oft stark leiden. Sie zeigt sich bei Frauen anders als bei Männern. Sie neigen zum Rückzug, Verträumtheit, Ängstlichkeit und Depressivität. Männer mit ADHS leben die Störung mehr nach außen, neigen zu Aggressivität und zu Drogenmissbrauch.
Wo finden Betroffene Hilfe? Wie kann das Umfeld ihnen zur Seite stehen? Welche Strategien gibt es, den Alltag zu bewältigen? Wie können sie produktiv sein?
Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555).
Gast: Alexandra Philipsen, Professorin für Psychiatrie und Psychotherapie, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Uniklinik Bonn
Redaktion: Birgit Becker und Monika Kophal
Sendung: WDR 5, Tagesgespräch, 13.07.2026, 12:10 Uhr