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Reichstag mit hell erleuchteter Kuppel im nächtlichen Berlin
22.03 - 06.00 Uhr ARD Infonacht
Eine Hand zieht Geldscheine aus einem Portemonnaie.

WDR 5 Tagesgespräch Haushaltslücke: Wo würden Sie sparen?

Der Staat lebt über seine Verhältnisse, 2026 soll sich das durch grundlegende Reformen ändern, kündigt Kanzler Merz an. Das stößt auf Kritik: Es werde falsch umverteilt. Wie würden Sie planen, wo soll das Geld hinfließen? Diskutieren Sie mit Tobias Hentze, Haushaltsexperte am Institut der deutschen Wirtschaft, im WDR 5 Tagesgespräch!

Eine angespannte Weltlage und Wirtschaftsflaute: Der Westen steht vor seiner "vielleicht größten Bewährungsprobe", so Kanzler Friedrich Merz (CDU). Um einen Wandel zu erreichen, möchte er das Geld für den Haushalt im kommenden Jahr umverteilen – und grundlegende Veränderungen angehen. Die Erhaltung des Sozialstaates sei das Ziel. Geht es nach dem Kanzler, müssen Krankenversicherung, Bürgergeld und Rente angepackt werden.

Leben über dem Limit

Milliardenschwere Kredite, Sondertöpfe: Der Bund lebt schon länger über seinen Verhältnissen. Das meiste Geld geht derzeit ans Sozialministerium, unter anderem für Rentenversicherung, Grundsicherung und Bürgergeld. Aber auch die Verteidigung bekommt ein deutliches Plus im aktuellen Etat 2025.

Kritik am Haushalt: "Tricks“ und falsche Verteilung

Wie am besten mit den knappen Mitteln umzugehen ist, erhitzte gestern auch die Gemüter in der Generaldebatte im Bundestag. Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek warf der Regierung vor, mit den milliardenschweren Sonderschulden nicht wie versprochen zusätzlich zu investieren. Sie nannte als Beispiele die Mittel für die Sanierung von Autobahnbrücken, für die Bahn oder den Breitbandausbau und sprach von "Trickserei".

Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann sieht in den Vorhaben der Regierung Merz falsche Weichenstellungen in der Energie- und Wirtschaftspolitik. AfD-Chefin Alice Weidel sprach im Bundestag von Insolvenzen, Entlassungen, Deindustrialisierung und Abwanderung und warf der Regierung vor, nichts gegen zu hohe Steuern, Energiepreise und "erstickende Bürokratie" zu tun.

Mehr Geld einnehmen, kaum sparen und gleichzeitig Schulden machen: Ist das in Ihren Augen eine geeignete Lösung, um den Staat nach vorne zu bringen? Wo würden Sie den Rotstift ansetzen? Und welche Veränderungen wären Sie bereit zu tragen? Wo könnte der Staat noch zusätzliches Geld einnehmen? Wie planen Sie Ihre eigenen Haushaltsausgaben, damit Sie über die Runden kommen? Und was sollte sich die Politik davon abschauen?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555).

Gast: Dr. Tobias Hentze, Haushaltsexperte am Institut der deutschen Wirtschaft

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic, Birgit Becker und Jonas Klüter-Tovar

Haushaltslücke: Wo würden Sie sparen?

WDR 5 Tagesgespräch 25.09.2025 45:54 Min. Verfügbar bis 25.09.2026 WDR 5


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