WDR 5 Tagesgespräch : Gewalt im Amateurfußball: Was tun?
Schreiende Eltern am Spielfeldrand, Spieler die sich mit Schiedsrichtern anlegen: Beim Amateur-Fußball scheint Gewalt dazu zu gehören. Was kann man dagegen tun? Wie beobachten Sie das? Diskutieren Sie mit Tobi Schäfer und Andree Kruphölter, Vizepräsident Amateurfußball (FLVW), im WDR 5 Tagesgespräch.
Massenschlägereien zwischen Fangruppen; Schiedsrichter, die bedroht und verfolgt werden; Eltern, die ihre Kinder auf dem Spielfeld anschreien: Gewalt auf dem Fußballplatz von Amateurspielen gehört dazu. Zuletzt eskalierte ein Kreisliga-Spiel in Gelsenkirchen, die Polizei musste einschreiten. Vereine sagen Spiele teilweise schon im Vorfeld ab, weil sie Angst vor Auseinandersetzungen zwischen Spielern und Fangruppen haben.
Laut Deutschem Fußball-Bund (DFB) wurden in der Saison 2024/2025 829 gewalt- oder diskriminierungsbedingte Spielabbrüche registriert. Weniger Abbrüche als in den beiden Vorjahren – doch Beobachter sagen, dass die Auseinandersetzungen im Amateurfußball brutaler geworden sein sollen. Im Sommer 2023 kommt es sogar zu einem Todesfall: Ein 15-jähriger Spieler aus Berlin bekommt einen Schlag gegen den Hals, eine Arterie wird getroffen. Im Krankenhaus stirbt er an den Hirnblutungen.
Viele Vereine wehren sich gegen die Gewalt und auch der DFB fördert Gewaltprävention. In allen Landesverbänden wurden Anlaufstellen für Gewalt- und Diskriminierungsvorfälle eingerichtet. Mit der Kapitänsregel wurde dafür gesorgt, dass die Kapitäne dafür verantwortlich sind, dass ihre Mitspieler den Schiedsrichter respektieren und nicht bedrängen.
Wie beobachten Sie Gewalt im Amateurfußball? Ist der Umgang im Amateurfußball brutaler geworden? Waren Sie schon mal als Spieler, Schiedsrichter oder Fan davon betroffen? Ist der Ton am und auf dem Spielfeld zu rau? Bringt die Kapitänsregel etwas? Wünschen Sie sich mehr Präventionsmaßnahmen?
Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555).
Gast: Andree Kruphölter, Vizepräsident Amateurfußball Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW)
Redaktion: Chris Hulin und Gundi Große