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22.03 - 06.00 Uhr ARD Infonacht
Rauchsäulen über dem Gazastreifen (Blick von dre israelischen Grenze, 16.09.2025).

WDR 5 Tagesgespräch Israel-Gaza-Konflikt: Wer ist in der Pflicht?

Die israelische Armee hat eine neue Bodenoffensive in der Stadt Gaza gestartet – und damit weltweit Kritik und Bestürzung ausgelöst. Wie blicken Sie persönlich auf die erneute Eskalation des Konflikts? Erzählen Sie uns von Ihren Gedanken im WDR 5 Tagesgespräch mit Anja Backhaus und dem Nahostexperten Prof. Simon Wolfgang Fuchs.

Wie haben Sie die Nachricht von der erneuten Eskalation im Israel-Gaza-Konflikt aufgenommen? Wie gehen Sie persönlich damit um?

Die Offensive der israelischen Armee in der Stadt Gaza hat international für scharfe Kritik gesorgt. UN-Generalsekretär António Guterres sagte: "Was heute in Gaza passiert, ist entsetzlich." Es handle sich um Gewalt in einem Ausmaß, wie er es seit seiner fast neunjährigen Amtszeit als Generalsekretär in keinem Konflikt erlebt habe. "Die Wahrheit ist, dass dies moralisch, politisch und rechtlich unerträglich ist."

"Vollkommen falsche Richtung"

Hilfsorganisationen forderten die internationale Gemeinschaft zum dringenden Handeln auf: "Die Staaten müssen alle ihnen zur Verfügung stehenden politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Mittel einsetzen, um zu intervenieren", hieß es in einer im Namen von rund zwei Dutzend Hilfsorganisationen von "Save the Children" veröffentlichten Mitteilung.

Die neuerliche Offensive in Richtung Gaza Stadt sei "die vollkommen falsche Richtung", sagte auch der deutsche Außenminister Johann Wadephul (CDU) in Berlin. "Wir lehnen das ab und haben das auch gegenüber der israelischen Regierung deutlich gemacht."

Strafmaßnahmen der EU-Kommission

Kritik kam ebenfalls von der EU-Kommission: Die Ausweitung der Militäroperation in Gaza-Stadt werde die humanitäre Katastrophe verschärfen und auch das Leben der Geiseln gefährden, sagte ein Sprecher am Dienstag in Brüssel. Es sei "höchste Zeit, den Kreislauf der Gewalt, der Zerstörung und des Leidens zu durchbrechen". Zudem hatte eine UN-Untersuchungskommission das Vorgehen Israels im Gazastreifen am Dienstag als Völkermord eingestuft.

Um Druck auf Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auszuüben, hat die Kommission am Mittwoch (17.09.2025) Strafmaßnahmen gegen Israel vorschlagen. Geplant ist demnach die Aussetzung von Handelsvergünstigungen, gezielte Sanktionen gegen extremistische Minister und gewalttätige Siedler sowie die vorübergehende Einstellung von Finanzmitteln.

Wer ist Ihrer Meinung nach in der Pflicht, den Konflikt wieder zu deeskalieren? Was ist Ihre Meinung zu den geplanten Strafmaßnahmen der EU-Kommission? Wie sehen Sie die Rolle Deutschlands?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555).

Gast: Prof. Simon Wolfgang Fuchs, Islamwissenschaftler

Redaktion: Chris Hulin und Beate Wolff

Israel-Gaza-Konflikt: Wer ist in der Pflicht?

WDR 5 Tagesgespräch 18.09.2025 45:56 Min. Verfügbar bis 18.09.2026 WDR 5


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