Symbolbild Demenz: Auf einer hand steht geschrieben "Ich heiße Willi Meier"

WDR 5 Tagesgespräch Wie gehen Sie mit Demenz um?

Ab 65 Jahren steigt das Risiko deutlich: Immer mehr Menschen erkranken an Demenz. Für Betroffene und Angehörige ist die Diagnose ein harter Einschnitt, für die Gesellschaft ist Demenz eine große Herausforderung. Wie gehen Sie damit um? Haben Sie Fragen oder Sorgen? Sprechen Sie mit unserer Expertin, der Psychologin Sarah Straub, im  WDR 5 Tagesgespräch!

ARD-Dokumentation mit Eckhart von Hirschhausen

Demenz ist in Wirklichkeit ein Sammelbegriff für rund 50 verschiedene Krankheiten. Diese und weitere Informationen gibt die Dokumentation "Hirschhausen und das große Vergessen". In der Sendung spricht Eckhart von Hirschhausen mit Betroffenen, Angehörigen und Pflegenden – und stellt die Frage, wie wir als Gesellschaft mit einer Krankheit umgehen, die Millionen Menschen betrifft. Der erste Teil der Doku läuft heute Abend (Montag) in der ARD.

Demenz gehört laut Statistischem Bundesamt seit Jahren zu den häufigsten Todesursachen bei Frauen. Und auch bei Männern steigt die Zahl. Ab 65 Jahren steigt das Risiko deutlich, ab 90 Jahren ist dann jeder Dritte erkrankt. Auch Menschen Ende 40 können schon erkranken. Fast zwei Millionen sind es derzeit in Deutschland insgesamt.

Schwerer Weg für alle Beteiligten

Für Angehörige und Betroffene beginnt damit oft ein schwerer Weg. Vertrautes wird fremd, Vergesslichkeit, Wortfindungsstörungen oder Orientierungslosigkeit erschweren den Alltag. Wenn die geistigen Fähigkeiten nachlassen, können auch sozialer Rückzug, Persönlichkeitsveränderungen, Depressionen, mitunter auch Aggressionen dazukommen.

Während die Wissenschaft intensiv und zuletzt mit einigem Erfolg an Medikamenten forscht, die den Beginn und Verlauf verzögern sollen, stellen sich soziale Träger und Gesundheitseinrichtungen verstärkt auf die Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz ein und bieten spezielle Hilfe für Angehörige an. Doch es bleibt viel zu tun.

Das gilt auch für die Vorsorge. Nur selten sind die Gene schuld an einer Demenz-Erkrankung. Die Hälfte aller Fälle soll vermeidbar sein. Die meisten Risikofaktoren können wir beeinflussen. Aus der Forschung wissen wir: Am wichtigsten sind Bewegung und geistige Herausforderungen. Schon wenn man zweimal in der Woche 20 Minuten richtig Sport macht – so dass man schwitzt – und regelmäßig etwas für den Kopf tut, wie ins Theater gehen oder eine neue Sprache lernen, dann macht man schon eine ganze Menge richtig.

Wie gehen Sie mit Demenz um? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Sind Sie selbst erkrankt oder als Angehörige oder Angehöriger betroffen? Oder beobachten Sie, dass Demenz Menschen in Ihrem Umfeld verändert? Spielt das Risiko, an Demenz zu erkranken, für Sie eine Rolle? Beschäftigt Sie der Umgang mit der Krankheit?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555).

Gast: Dr. Sarah Straub, Psychologin, Demenzexpertin, Autorin

Redaktion: Birgit Becker und Chris Hulin

Wie gehen Sie mit Demenz um?

WDR 5 Tagesgespräch 03.11.2025 45:45 Min. Verfügbar bis 03.11.2026 WDR 5


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