In diesem Zeitzeichen erzählt Erik Hlacer:- wer besonders von den ersten Schönheits-OPs profitiert,
- von Schönheitsidealen und gesellschaftlichen Normen,
- warum Joseph eine Professur für plastische Chirurgie an der Berliner Charité ablehnt,
- dass auch er von der aufkommenden nationalsozialistischen Verfolgung betroffen ist.
Im frühen 20. Jahrhundert werden chirurgische Eingriffe von der Medizinwelt verteufelt. Doch ein Mann verändert dieses Denken für immer: der Berliner Schönheitschirurg Jacques Joseph, genannt Nasenjoseph. Als Auszubildender operiert er 1896 die abstehenden Ohren eines Jungen - aus "Schönheitsgründen". Obwohl das Ergebnis begeistert, wird er von seinem Chef wegen des unnötigen Eingriffs ohne Rücksprache entlassen.
Es ist der Startschuss für Josephs eigene Karriere. Er eröffnet eine Praxis und entwickelt Operationsmethoden, vor allem für die Modellierung und Verkleinerung der Nase. Damit befreit er seine Patienten von psychischem Leid, bekräftigt jedoch gleichzeitig die Normen, die dieses Leid überhaupt erst erzeugt haben.
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Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Erik Hlacer
Redaktion: Emily Jeuckens und David Rother