In diesem Zeitzeichen erzählt Andrea Klasen:- welche zwei Möglichkeiten vor der Grenzziehung des neuen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen diskutiert werden,
- warum die Britischen Alliierten den Kölner Rudolf Amelunxen für das Amt des Ministerpräsidenten auswählen,
- wie die Briten durch die Vereinigung sehr unterschiedlicher Regionen einen bedeutenden politischen und wirtschaftlichen Raum schaffen.
Im Juni 1946 treffen sich hohe britische Militärs und Beamte des britischen Kriegsministeriums, des Finanzministeriums und des Außenministeriums in London. Im Sitzungsraum Nummer 25 hängt eine große Deutschland-Karte an der Wand. Die Teilnehmenden möchten besprechen, wie sie die Grenzen des künftigen Bundeslands ziehen werden. "Operation Marriage - Operation Hochzeit" ist der Codename dieser Überlegungen.
Zur Diskussion stehen zwei Möglichkeiten: Einmal die "große Lösung", bei der die nordrheinischen Provinzen mit Westfalen zusammengelegt werden, oder die "kleine Lösung", bei der NRW nur aus dem Ruhrgebiet besteht. Am Ende des Tages steht fest: Man möchte die "große Lösung". Der Grund: Wegen des schon bestehenden Verkehrswegenetzes mit Schienen, Flüssen, Schiffskanälen und Straßen sei auch ein großes NRW überlebensfähig.
Am 23. August 1946 veröffentlichen die Briten die zwei Seiten lange sogenannte "Verordnung Nr. 46" - quasi die Geburtsurkunde Nordrhein-Westfalens.
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Redaktion: David Rother
Technik: Sarah Fitzek