Leverkusens Patrick Schick klatscht in die Hände

Zu spät bei der Auswechslung: Leverkusens Patrick Schick

Bildquelle: Uwe Anspach/dpa

Neue DFB-Regel Bayer Leverkusen im Pokal mehr als eine Minute in Unterzahl

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Direkt im ersten Pflichtspiel der neuen Saison hat Bayer Leverkusen Bekanntschaft mit einer neuen DFB-Regel gemacht - und damit für unterschiedliche Reaktionen im Verein gesorgt.

Im DFB-Pokalspiel zwischen Wehen Wiesbaden und Bayer Leverkusen läuft die 65. Spielminute, als der neue Bayer-Coach Carles Martinez dreifach wechseln möchte. Während Nathan Tella und Jarell Quansah wie geplant den Platz betraten, musste sich Christian Kofane in Geduld üben. Der Grund: Der für ihn ausgewechselte Patrik Schick hatte zu lange gebraucht, um das Spielfeld zu verlassen.

Maximal zehn Sekunden dürfen zwischen der Anzeige des Wechsels und dem Verlassen des Feldes liegen - so besagt es eine neue DFB-Regel, die Zeitspiel verhindern soll. Andernfalls muss die Mannschaft mindestens eine Minute bis zur nächsten Spielunterbrechung in Unterzahl weiterspielen.

Und genau dieses Schicksal hat Bayer Leverkusen am Samstag ereilt. Erst nach etwas mehr als einer Minute durfte auch Kofane endlich ran. Die kurzzeitige Unterzahl überstand der Bundesligist, der zu dem Zeitpunkt bereits 2:0 führte, ohne Probleme.

Rolfes sieht neue Regel positiv

Bestimmt ist das mit ein Grund, warum Bayer-Sportchef Simon Rolfes die neue Regel durchaus positiv sah: "Ich finde gut, dass so was passiert ist. Die Spieler müssen sich einfach daran gewöhnen, dass sie ein bisschen schneller gehen oder gleich laufen müssen. Und sie müssen so clever sein, die richtige Außenlinie zu finden. Dann passiert das nicht", so Rolfes.

Obwohl es natürlich "ein bisschen unangenehm und nervig" sei, wenn ein Spieler eine Minute draußen steht, überwiegen für Rolfes die Vorteile: "Wir wollen alle viel Fußball sehen, und das ist ein Teil davon." Daher begrüßte es der Sportchef auch, dass die Schiedsrichter bereits im Pokal konsequent auf diese neue Regel achten. "In einigen Monaten wird niemand mehr darüber reden, weil sich Spieler und Schiedsrichter an die Vorgaben gewöhnt haben."

Leverkusen macht Bekanntschaft mit neuer DFB Regel

NRW-Sport 23.08.2026 55 Sek. Verfügbar bis 22.08.2028 WDR Online

Neu-Trainer Martínez fordert Augenmaß

Nur drei Minuten nach seiner verspäteten Einwechslung leitete Kofane dann das 3:0 für Bayer mit ein. Über Malik Tillman und Ibrahim Maza landete der Ball schließlich bei Tella, der mit dem 3:0 für die vorzeitige Entscheidung sorgte.

Trotz seiner erfolgreichen Premiere, war Neu-Trainer Carles Martínez nicht ganz so begeistert von der Regelauslegung. "Die Spieler rennen, und dann sind es vielleicht elf Sekunden", sagte der Spanier, der sich nach der Szene um die Schick-Auswechslung lautstark an der Seitenlinie beschwerte. "Ich denke, wir müssen ein gutes Gleichgewicht zwischen der Absicht der Regel und der Praxis finden", so der Coach weiter. Die Spieler seien schließlich "keine Maschinen".

Unsere Quellen:

  • Pokalspiel zwischen Wehen Wiesbaden und Bayer Leverkusen
  • Nachrichtenagentur dpa

Sendung: "Leverkusen macht Bekanntschaft mit neuer DFB Regel", WDR.de, 23.08.2026, 11:17 Uhr

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