Popp über Kapitänsamt - "Hatte absolut nicht damit gerechnet"
Bildquelle: IMAGO / Nordphoto06:10 Min.. Verfügbar bis 14.08.2028.
Alexandra Popp ist neue Kapitänin von Borussia Dortmund. Das hatte Trainer Markus Högner Freitagmittag, einen Tag vor Saisoneröffnung bekanntgegeben. Damit habe sie "absolut nicht gerechnet", sagte Popp am Freitagabend in der WDR-Lokalzeit. Der Posten erfülle sie mit Stolz: "Es ist schon eine Ehre, für so einen großen Club direkt in der ersten Saison die Binde um den Arm zu tragen." Popp ist in Gevelsberg aufgewachsen und seit ihrer Kindheit BVB-Fan. Die ersten Einsätze im Dortmundtrikot hätten sich noch "komisch" angefühlt. Mittlerweile habe sie sich aber daran gewöhnt.
Der Wechsel der zweimaligen Champions-League-Gewinnerin vom VfL Wolfsburg zum BVB war im Frühjahr bekannt geworden. Popp unterschrieb in Dortmund einen Vertrag bis 2029 und soll dort nun zunächst den Aufstieg in die zweite Bundesliga unterstützen. Der war eigentlich schon in der vergangenen Spielzeit das Saisonziel.
Die Fußballerinnen des BVB sind Erfolg gewohnt. Seit ihrer ersten Saison 2021/22 gelang ihnen jedes Jahr der Aufstieg. Von der Kreisliga über Bezirks- und Westfalenliga zog der Verein in der vergangenen Saison schließlich in die Regionalliga ein, die dritthöchste Spielklasse im deutschen Frauenfußball. Dass zum Ende der letzten Saison der Aufsteig ausblieb, dürfte den Verein angesichts des vorangegangenen Höhenflugs enttäuscht haben. Der Weg an die Leistungsspitze soll nun in der anstehenden Saison fortgesetzt werden.
Qualität aus Wolfsburg
Dafür hat der BVB seinen Kader gestärkt. Neben Popp ist im Juli auch Ralf Kellermann aus Wolfsburg nach Dortmund gewechselt und hat dort den Posten des Sportdirektors angetreten. Unter Kellermann als Trainer gewann Wolfsburg zweimal die Champions League, dreimal die Deutsche Meisterschaft und viermal den DFB-Pokal. Anschließend hatte er auch in Wolfsburg die Position des Sportdirektors inne.
Drei Neuzugänge von der SGS Essen
Mit Jacqueline Meißner hat der BVB seinen Kader mit einer weiteren erfahrenen Spielerin aus dem Ruhrgebiet verstärkt. Die 32-Jährige lief dreimal für die Nationalmannschaft auf und spielte die letzten 14 Jahre lang bei der SGS Essen in der Bundesliga. Die SGS ist in der vergangenen Saison abgestiegen. Damit verließ der letzte Verein, der nicht, wie etwa der BVB, durch eine Profi-Männerabteilung querfinanziert wird, die Frauenfußball-Bundesliga.
Jacqueline Meißner in Aktion
Bildquelle: IMAGO / NordphotoFür Meißner war der Wechsel in ihre Heimatstadt Dortmund die einzige Option nach der Zeit in Essen. Sie sei eine loyale Spielerin, so Meißner gegenüber dem WDR. "Essen war für mich Heimat und Dortmund ist ebenfalls Heimat", so Meißner. "Ich bin Pott durch und durch." Aufgrund ihrer Erfahrung und der ehrlichen Art passe auch Alexandra Popp gut in das Team, so Meißner.
Neben Meißner und Popp sind auch Ricarda Walkling und Lara Schmidt von Werder Bremen, Ramona Maier und Lena Ostermeier von der SGS Essen und Manuela Zinsbergerch vom Arsenal WFC zum BVB gewechselt. Der Umbau scheint sich auszuzahlen: Im Testspiel gegen den Bundesliga-Aufsteiger Mainz 05 Ende Juli behauptete sich der BVB mit einem 3:3-Remis.
Erfolgreicher Härtetest gegen Rom
Im Härtestest gegen den italienischen Meister AS Rom setzten die Dortmunderinnen am Samstag schon ein Ausrufezeichen. Im Stadion Rote Erde setzte sich der BVB vor 8.583 Fans mit 1:0 durch. Neuzugang Schmidt erzielte das Siegtor. Die BVB-Männer kamen gegen Rom dagegen nur zu einem 2:2.
Das erste Pflichtspiel bestreiten die BVB-Frauen am 20. August (19 Uhr). Mit dem Spiel gegen Arminia Bielefeld eröffnen die Borussinnen die Regionalliga-Saison.
Unsere Quellen:
- Deutsche Presseagentur
- Pressemitteilungen von Borussia Dortmund
- WDR-Lokalzeit aus Dortmund am 14.08.26
Sendung: WDR-Lokalzeit aus Dortmund, 14.08.26, 19:30 Uhr