Said El Mala

Bundesliga-Auftakt Köln mit El Mala - aber auch mit vielen Baustellen

Stand:

Der 1. FC Köln startet gegen Hoffenheim in die Bundesliga. Mit dabei, Hoffnungsträger Said El Mala - aber auch viele Baustellen.

Es war wohl die Nachricht des Sommers beim 1. FC Köln: Said El Mala bleibt den Geißböcken treu. Für die Kölner sicherlich ein Trumpf im Kampf um den Klassenerhalt. Doch El Mala allein wird den FC nicht in der Bundesliga halten können. Das wurde jüngst beim knappen 2:1-Erfolg im DFB-Pokal beim Drittligisten Würzburger Kickers deutlich.

Der Youngster hatte sichtlich zu kämpfen mit dem Hype und der Erwartungshaltung rund um seine Person. Und auch die Gegner haben sich inzwischen deutlich besser auf ihn eingestellt. Auf seiner linken Seite musste er einiges einstecken und wurde immer wieder gedoppelt.

El Mala unter Dauerdruck

"Ein bisschen Druck" habe man bei El Mala schon gesehen, musste auch Trainer Rene Wagner zugeben. Er müsse aber lernen damit umzugehen, dass der Fokus noch stärker auf ihn gerichtet sei. Mit 13 Treffern war der Flügelspieler in der vergangenen Saison Kölns bester Torschütze. Jetzt trägt er die Rückennummer zehn - als erster Kölner seit Vereinsikone Lukas Podolski.

Soll es nach dem Zittersieg im Pokal auch mit einem Dreier zum Bundesliga-Start gegen die TSG Hoffenheim klappen, muss sich der FC aber deutlich steigern. Das bloße Hoffen auf einen genialen El-Mala-Moment, dürfte gegen den Vorjahres-Fünften auf jeden Fall nicht das geeignete Mittel sein.

Das sind die Kölner Baustellen

Vor dem Auftakt am Samstag hat der FC aber noch einige Baustellen. Da wäre zum einen der Kader. Auf der Position des Linksverteidigers fehlt eine Alternative zu Neuzugang Gideon Mensah.

Der 28-Jährige konnte bislang weder in den Testspielen noch im Pokal vollends überzeugen. Auch ein Ersatz für den abgewanderten Jakub Kaminski, der mit seiner Dynamik und Torgefahr neben El Mala einer der herausragenden Kölner Akteure der vergangenen Saison war, ist noch nicht gefunden.

Saisonauftakt für den 1. FC Köln gegen Hoffenheim

NRW-Sport 28.08.2026 1 Min. 18 Sek. Verfügbar bis 27.08.2028 WDR Online

Zwar hatte Wagner zuletzt wiederholt betont, dass der vorhandene Kader "für die Bundesliga tauglich" sei, spielerisch ist da aber noch deutlich Luft nach oben. Vor allem im vordersten Drittel fehlten gegen Würzburg die Ideen. Die Folge waren lange Bälle auf Ragnar Ache und Alleingänge El Malas - beides war selbst von einem Drittligisten gut zu verteidigen.

Kölns Trainer Wagner - "Wird ganz anderes Spiel am Wochenende"

Bildquelle: IMAGO/Beautiful Sports

39 Sek. Verfügbar bis 28.08.2027

Trainer Wagner muss sich beweisen

Die Art und Weise wie sein Team aufgetreten ist, nährte auch die Vorbehalte gegen Trainer Wagner. Ihm fehle die Spielidee, lautete bereits nach der vergangenen Saison der Vorwurf der Fans. Nun ist es an ihm, dies zu widerlegen.

Rene Wagner

FC-Coach Rene Wagner

Bildquelle: IMAGO/Beautiful Sports

Als Nachfolger von Lukas Kwasniok führte Wagner den FC zum Klassenerhalt, holte dabei aber nur einen Sieg aus sieben Spielen. Nicht wenige forderten angesichts dieser mageren Ausbeute einen neuen Mann an der Seitenlinie. Doch Sportchef Thomas Kessler hielt an Wagner fest.

Es wäre dem 38-Jährigen zu wünschen, dass er dieses Vertrauen rechtfertigt - am besten schon durch einen Sieg gegen Hoffenheim. Denn gerade in Köln wird es sonst schnell ungemütlich. Das zeigt auch die Tatsache, dass sich seit Steffen Baumgart 2021/22 kein Chef-Coach mehr eine komplette Saison am Geißbockheim halten konnte.

Wagner will Hoffenheim "wehtun"

Ungeachtet der ganzen Schwierigkeiten und Baustellen, bleibt Wagner wie gewohnt optimistisch. Er freue sich "auf die Bundesliga, auf ein volles Stadion und viel Energie". Und natürlich rechnet er sich gegen Hoffenheim auch durchaus etwas aus: "Wir haben eine große Chance, das Spiel zu gewinnen. Ich glaube, dass wir die richtigen Mittel und Wege finden werden, den Hoffenheimern wehzutun."

Apropos wehtun: Luca Waldschmidt fällt ebenso wegen einer Muskelverletzung aus wie Sebastian Sebulonsen. Letzterer wird wohl auch erst nach der Länderspielpause wieder eine Option sein. Linton Maina dagegen wird nach seinem Schreck im Training spielen können, wie Wagner verriet: "Er hat einen Schlag aufs Schienbein bekommen, ist aber wieder fit."

Unsere Quellen:

  • FC-Pressekonferenz vor Hoffenheim
  • Nachrichtenagentur dpa
  • DFB-Pokalspiel Würzburg - Köln

Sendung: "Saisonauftakt für den 1. FC Köln gegen Hoffenheim", WDR.de, 28.08.2026, 09:00 Uhr

Weitere Beiträge über den 1. FC Köln

1 / 2