Borussia-Park

Borussia Mönchengladbach benennt Stadion um

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Seit 2004 spielt Borussia Mönchengladbach im Borussia-Park - nun wird das Stadion zugunsten eines Sponsors umbenannt.

Der Energiedienstleister "Ista" aus Essen übernimmt die Namensrechte, wie der Klub am Dienstag (25.11.2025) bestätigte. Das Stadion wird nun Ista-Borussia-Park heißen. Medienberichten zufolge zahlt der Sponsor dafür 4,5 Millionen Euro im Jahr. Diese Zahl kommentierte Gladbach nicht. "Wir haben ein sehr faires Agreement gefunden", sagte Dr. Stefan Stegemann, einer von zwei Geschäftsführern des Klubs. "Die Borussia befindet sich bei den Namensrechten in der oberen Hälfte der Liga." Der Vertrag läuft zunächst bis 2031.

"Eine Umbenennung war immer wieder mal Thema", sagte Gladbachs Geschäftsführer Markus Aretz. Oft habe es aus verschiedenen Gründen aber "nicht gepasst" - das sei nun der Fall. Es sei dem Klub wichtig gewesen, den Namen Borussia-Park nicht aufzugeben.

Borrussia-Mönchengladbach-Fans protestierten gegen Umbenennung

Die aktive Fanszene der Borussia hatte vor allem am 25. Oktober im Umfeld des Heimspiels gegen Bayern München gegen die Maßnahme protestiert. "Eine solche Entscheidung kann unmöglich im Hinterzimmer getroffen werden, um die Basis des Vereins am Ende vor vollendete Tatsachen zu stellen. Genau das aber ist in den letzten Monaten passiert", hieß es in einem Flugblatt.

"Dass eine solche Entscheidung nun aber anscheinend gefallen ist, ohne darüber in den Austausch mit der Basis zu gehen, ist für uns ein größeres Alarmsignal als Tabellenplatz 18", hieß es mit Blick auf die damalige Platzierung. Gefordert wurde Rückabwicklung des Geschäfts und eine Einbeziehung der Fanszene in solche Entscheidungen. Die sei "kein Punkt, über den wir verhandeln werden".

Aretz sagte, dass man die aktive Fanszene mitnehmen müssen. "Aber es gibt Themen, die man nicht vorab diskutieren kann." Bei späteren Veranstaltungen mit Fans habe man die Beweggründe und die Form der Kommunikation erklärt. "Ich glaube, das ist gut angekommen."

In der Bundesliga gibt es damit noch zwei Stadien mit unverkauften Namen: Das Millerntor des FC St. Pauli und die Alte Försterei von Union Berlin. Der Hamburger SV hatte die Namensrechte an Unternehmer Klaus-Michael Kühne verkauft, der das Stadion wieder Volksparkstadion benannte.

Weniger Umsatz, Investitionen ins Stadion nötig

Die Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH verzeichnete 2024 einen Umsatz in Höhe von 184,8 Millionen Euro, ein Rückgang um 15 Millionen Euro. Daraus ergab sich dem Klub zufolge ein Fehlbetrag von 2,4 Millionen Euro.

Die Borussia ist Eigentümerin des Stadions. Geschäftsführer Stegemann wies zuletzt darauf hin, dass es 2031 abbezahlt sein wird. Investitionen seien aber nötig. "Ein neues Flutlicht, ein neues IT-System, neue Drehkreuze, neue Dachfolie und der Korrosionsschutz werden uns einige Millionen kosten. Diese Ausgaben sind aber notwendig, um die Schönheit dieser Lokalität zu erhalten."

Ista-Geschäftsführer Hagen Lessing betonte, dass die Namenspartnerschaft "ein Versprechen" sei, das Stadion "nachhaltiger und energieeffizienter zu machen".

Quelle: nch

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