Hallo Schrebergarten: Kann Klopp noch normal one?

Aktuelle Stunde 04.07.2026 32:00 Min. UT Verfügbar bis 04.07.2028 WDR Von Thomas Kramer

Jürgen Klopp über Job als Bundestrainer "Ich bin bereit"

Stand:

Nach dem Aus der Fußball-Nationalmannschaft bei der WM ist Julian Nagelsmann als Bundestrainer raus. Jetzt soll Jürgen Klopp kommen.

Wir wollen deine Meinung hören!

Jetzt mitdiskutieren

Der DFB will Jürgen Klopp - und Jürgen Klopp will zum DFB. Es waren klare Worte, die der 59-Jährige am Abend wählte, als er sich bei Magenta TV erstmals selbst zu den Gesprächen mit dem Verband über den Job als Bundestrainer äußerte. Er habe vor zwei Jahren etwa in Liverpool aufgehört und gesagt, dass ihm die Energie fehlte - damals. Jetzt fühlt er sich anders.

"Ich bin mittlerweile mehr als aufgetankt, also ich bin bereit." Fußball-Trainer Jürgen Klopp

Der DFB hatte sich am Freitag getroffen und entschieden, mit Jürgen Klopp über eine Nachfolge zu sprechen. Klopp habe bereits seine "grundsätzliche Bereitschaft zur Übernahme des Postens signalisiert", hieß es in einer DFB-Mitteilung.

Bis der DFB seine Wunschlösung offiziell präsentieren kann, wird aber wohl noch ein bisschen Zeit vergehen. Es braucht eine Einigung zwischen dem DFB und Klopps noch Arbeitgeber Red Bull. Dort steht der 59-Jährige noch bis 2029 unter Vertrag und 1 ist klar, Klopp will sich von dort sauber verabschieden.

Der 59-Jährige ist seit Januar 2025 als Head of Global Soccer für die Red Bull GmbH tätig. Davor war Klopp als Trainer sehr erfolgreich bei Borussia Dortmund und dem FC Liverpool. Mit dem BVB wurde er deutscher Meister, mit Liverpool gewann er die englische Liga und 2019 die Champions League. Derzeit ist er als Experte für MagentaTV bei der WM in Nordamerika im Einsatz.

Klopp hat "das Herz auf der Zunge"

Umfrage in Dortmund: "Wenn was nicht läuft, dann sagt er das. Wenn was läuft, dann sagt er das natürlich auch."

"Wenn was nicht läuft, dann sagt er das": ein Fan von Jürgen Klopp in Dortmund.

Klopp als Nationaltrainer, das fänden auch viele in NRW gut. Wir haben uns an seiner letzten Trainerstation in Deutschland umgehört, in Dortmund. Bei der WDR-Straßenumfrage sagte einer über Klopp, der sei ein guter Kandidat, "weil er in sämtlichen Orten bewiesen hat, wie er Menschen begeistern kann, schön Fußball spielen kann." Ein anderer sagte: "Der hat sein Herz auf der Zunge, ist sehr sympathisch. Wenn was nicht läuft, dann sagt er das. Wenn was läuft, dann sagt er das natürlich auch."

Nagelsmann entschuldigt sich bei Fans

Julian Nagelsmann hat sich in der DFB-Mitteilung nach seinem Rücktritt als Bundestrainer vor der deutschen Fußballnation in den Staub geworfen. "Ihr habt uns getragen, ihr habt uns vertraut, ihr habt uns Energie gegeben, selbst in schwierigen Phasen", so der 38-Jährige. Er betonte: "Es tut mir von Herzen leid und weh, dass wir euch enttäuscht haben und euch keine weiteren Fußballnächte bei dieser WM bescheren konnten."

"Ihr hättet viel mehr verdient gehabt!" Julian Nagelsmann
Bundestrainer Julian Nagelsmann

Julian Nagelsmann bei seinem letzten Spiel als Bundestrainer, dem Sechzehntelfinale der WM gegen Paraguay.

Nagelsmann hatte mit der DFB-Auswahl am Montag in der ersten K.-o.-Runde der WM mit 3:4 im Elfmeterschießen verloren. Unmittelbar nach dem Ausscheiden hatte Nagelsmann einen Rücktritt ausgeschlossen. "Ich bin keiner, der wegläuft", hatte er im Stadion in Foxborough in den USA gesagt. 

DFB-Spitze zollt Nagelsmann Respekt

"Nach dem für ausnahmslos alle enttäuschenden WM-Aus verdient Julians Entscheidung unseren Respekt", so DFB-Sportdirektor Rudi Völler. Er übernehme Verantwortung, wo er gerne weiter gestalten würde und stelle "die Nationalmannschaft als Ganzes über die eigene Person".

Julian Nagelsmann hört auf

WDR 03.07.2026 00:58 Min. Verfügbar bis 02.07.2028 WDR Online

Download

Unsere Quellen:

  • Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB)
  • Nachrichtenagenturen SID, dpa
  • WDR-Umfrage

Sendung: WDR 2, WDR aktuell, 03.07.2026, 12 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 03.07.2026, 18.45 Uhr

Kommentare zum Thema

16 Kommentare

  • 16 WG-Gästebett 06.07.2026, 13:28 Uhr

    Ist doch egal, ob sich Klopp über das Rote-Karte-Telefonat empört und er sich aufgetankt fühlt für die Trainerschaftnikolaus. Die Bürger würden lieber selbst noch volltanken können. Seit dem "Somnermärchen" u. Kaiser Franz wissen wir, dass bei FIFA nicht alles mit rechten Dingen läuft. Magenta-TV sollte sich lieber um die Schmiergeldzahlungen beim Netzausbau kümmern. Der Fußball sorgt oft für Krawalle. Der WDR beschreibt die Korsos u. Pyrotechnik der Marokkaner in Aachen als "Glücksgefühle". In den Niederlanden gab es aber Angriffe auf Polizei u. Brandanschläge der Mocros. Das gehört zum vollständigen Bild dazu.

  • 15 Rüdiger 05.07.2026, 10:31 Uhr

    Nagelsmann war und ist ein Blender. Er kann sich gute verkaufen und der DFB ist darauf reingefallen. Sein eigenes Ego dominiert sein Verhalten hinzu kommt seine überbrodende Arroganz. Daran ist er bei der Mannschaft gescheitert und auf dem Platz.

    Antworten (1)
    • @Rüdiger 06.07.2026, 09:41 Uhr

      Ja N ist krachend gescheitert. Absehbar war das jedoch nicht. Die groben Fehler wurden erst in den letzten Vor-Turnier-Wochen gemacht. z. B. wurde kein 2. Rechtsverteidiger nominiert, Spielern erst die Startelf zugesagt und dann kam überraschend die Bank. Und taktisch unflexibel im Turnier, kein Plan B oder C, auch die dafür nötigen "anderen" Spieler nicht nominiert. Patziges Verhalten von N in Interviews obendrauf. Wofür N nichts kann, was aber die Flexibilität im Angriff verkleinert hat, sind die Verletzungen von Gnabry und Karl. Dazu waren Wusiala sichtlich nicht in WM-Form, wofür N nichts kann. Bleibt das Fazit, Verletzungen und ungeschicktes Trainerverhalten reichen aus, dass das Team nicht wie geplant performt. In engen Spielen reicht das dann nicht mehr. Jetzt kommt jemand anderes, viel Glück und Erfolg für den Neuen.

  • 14 UdoF 05.07.2026, 08:59 Uhr

    Dann kann er sich ja schöne Zähne leisten ...

  • 13 JEDER kann es besser 05.07.2026, 06:50 Uhr

    Egal wer Bundestrainer ist oder wird, JEDER andere auf der Couch oder in der Kneipe kann/weiß es besser. und es liegt nicht unbedingt am Trainer. Mittlerweile haben so Viele das Sagen, dass mir schlecht wird. Und dann noch die unzähligen selbsternannten Experten. Mir fällt da ein Zitat von Sepp Herberger ein: der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten. - und gleich wie ein Spiel läuft, es gibt immer welche, die es besser wissen . . . armer Klopp oder wer auch immer

  • 12 Wüstenfähe 04.07.2026, 16:14 Uhr

    Kloppo, Deine Zähne blinken wie der Kühlergrill eines Rolls-Royce. Aber Du hast Dein Lächeln an die Brause verkauft. Kein Spieler mit gereifter Persönlichkeit würde sich dadurch motivieren lassen. Die Geldspeicher sind nämlich auf beiden Seiten voll. Einen Kloppo-Refurbed braucht der Fußball nicht. Aber wie wärs mal mit nem Ehrenamt? Das würde beeindrucken. Kloppo für lau am Spielfeldrand. Du könntest Dir das leisten.

  • 11 Jakob 04.07.2026, 15:59 Uhr

    Sehr gut

  • 10 Maximilian 04.07.2026, 15:11 Uhr

    Für die Fußball-WM zahlte ARD/ZDF 152 Millionen für eine Sublizenz an die Telekom. Nagelsmann bekommt trotz Rücktritt noch 7 Millionen bis 2028, also fast 300.000 Euro fürs Nichtstun pro Monat. 180 Millionen hat ARD/ZDF bereits an die UEFA für die Fußball-EM 2028 bezahlt. Dieses Monopolspiel muss endlich aufhören. Es wird dem kleinen Rundfunkbeitragszahler nicht mehr gerecht. Es kann nicht sein, dass sogar Ablösesummen für Nagelsmann oder Klopp in Millionenhöhen gezahlt werden. Auf der anderen Seite reden wir von Attesten für den ersten Krankheitstag und vierjährige sachgrundlose Arbeits-Befristungen bei Geringverdienern. Mega peinlich die Botschaften von Merz an die Nationalmannschaft wie: Wir sind stolz auf Euch. Warum sollten wir das aber sein?

    Antworten (2)
    • mynona 04.07.2026, 18:31 Uhr

      Kannst Du bitte erklären, was die Lizenzzahlungen von ARD/ZDF mit der Zahlung an Nagelsmann zu tun haben. Die 7 Mio. € werden vom DFB und nicht von ARD/ZDF gezahlt. Also bnitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

    • Maximilian 05.07.2026, 13:21 Uhr

      @mynona. Auch der DFB profitiert von den Geldern der TV-Rechte. Die Unsummen, die vom ÖRR für TV-Rechte gezahlt werden, bereiten dem DFB eine gratis Marketing-Plattform für seine eigenen lizenzierten Produkte, wie z.B. der Trikotsverkauf oder sämtliche Werbung, die geschaltet wird. Soll doch der DFB die TV-Rechte für WM und EM selbst einkaufen. Soll doch der DFB bezahlen müssen, wenn die Bundesliga gezeigt werden soll. Das wäre richtig. Jetzt wird überlegt eine hohe Summe an Red-Bull zu zahlen, damit Klopp aus dem Vertrag herausgekauft wird. Das alles zahlt indirekt und unfreiwillig der Rundfunkbeitragszähler.

  • 9 Larry 04.07.2026, 12:24 Uhr

    Dachte immer, es wäre ein Mannschaftssport. Jetzt, da die Ergebnisse blamabel sind und Buh-Männer gefunden werden müssen, streicht man "schaft" und macht es zum Ein-Mannsport. Die bequemste Lösung!?

  • 8 Timi 04.07.2026, 11:37 Uhr

    Es ist ein riesen Feler.

  • 7 Jupp 04.07.2026, 09:21 Uhr

    Gut, daß es so gekommen ist. Dies zeigt wie abhängig die BL von den Legionären ist. Was wäre Bayern ohne Kane und Oliseh? Das Bosman-Urteil muß zurückgedreht werden .Dann können auch wieder andere Clubs Meister werden und auch die anderen reichen Dauermeister in der EU werden es schwerer haben.

  • 6 Anonym 03.07.2026, 23:52 Uhr

    Warum wird zunächst meist der Trainer des Versagens beschuldigt? Er trainiert die Mannschaft. Auf dem Feld sind elf Spieler. Ich hallte es für sinnvoller über deren spielerischen Einsatz nachzudenken. Deren Stundenlohn sprengt jeden Zarifberzrag

    Antworten (2)
    • @ 04.07.2026, 15:53 Uhr

      Naja, weil der Trainer die Richtlinien, die Spielidee und die Aufstellung beiträgt, also schon enormen Einfluss hat (im guten wie im schlechten). Leider war Nagelsmann irgendwie immer noch gefühlt Vereinstrainer. Da kamen keine Ideen zur besseren Nachwuchsförderung, da sollten die Spieler "sein System"- passend oder nicht - spielen. Dazu die desaströse Kommunikation im WM-Vorfeld. Am Ende vorzeitig ausgeschieden, da ist dann Schluss mit Fehler generös weglächeln. Jetzt soll ein anderer loslegen, hoffentlich erfolgreicher.

    • David 04.07.2026, 22:34 Uhr

      Naja, vor dem Spiel mit Paraguay wurden ja Strategien vorgegeben und dann auch umgesetzt. Und die von Nagelsmann schwerpunktmäßig verkündete Strategie war, daß man ruppiger als Paraguay spielen wolle und solle, und das hat die deutsche Mannschaft durchaus in der verkündeten Unappetitlichkeit umgesetzt. Nur wäre es sinnvoller gewesen, mehr Torschüsse als mehr Fouls abzuliefern. So hat Deutschland nicht nur verloren, sondern häßlich verloren. Und jeder war froh, daß sie raus sind. Und das hat in dieser Form durchaus Nagelsmann zu verantworten.

Weitere Fußball-Berichte

1 / 2