Miro Schluroff

Gummersbach im Fokus Miro Schluroff beim VfL - Erfolgsfaktor mit "Star-Potenzial"

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Der VfL Gummersbach ist zurück bei den Spitzenteams im deutschen Handball. Auch dank Identifikationsfiguren wie Miro Schluroff.

Von Michael Buchartz

"Zehn Punkte vor Kiel, das ist schon länger her, dass das passiert ist" - eine Aussage von Miro Schluroff in der neuen Sportschau-Dokumentation "Grip of Glory" zeigt deutlich, welcher Anspruch inzwischen beim VfL Gummersbach herrscht. Der einstige Tradtionsklub kehrte nach schwierigen Zeiten zurück in die Riege der Spitzenklubs. Auch dank neuer Identifikationsfiguren wie Schluroff.

Gummersbach zurück an der Spitze

Der Klub aus dem Oberbergischen hat im Handball eine bewegte Geschichte, wurde insgesamt zwölfmal Deutscher Meister - zuletzt aber vor 35 Jahren. Danach ist der VfL vor gar nicht allzu langer Zeit tief gefallen und stieg 2019 in die 2. Bundesliga ab. Dazu kamen finanzielle Probleme und fast die Insolvenz - doch nun hat sich Gummersbach zurückgekämpft.

Eng verknüpft ist der Aufschwung mit dem Namen Schluroff. Seit dem Wiederaufstieg 2022 spielt dieser für den VfL. Es sei nicht so "wie beim Fußball, dass einen jetzt alle erkennen", so Schluroff. Aber es werden immer mehr, die vor allem ihn erkennen. Denn er hat sich in den vergangenen Jahren stark in den Vordergrund gespielt.

Schluroff als Anführer des VfL

In Gummersbach ging nach einem schwachen Debütjahr der Stern des inzwischen 26-Jährigen auf - er wurde Leistungsträger und erzielte bis dato 569 Tore in der HBL, die meisten davon für den VfL. Seit 2024 war Schluroff stets der Top-Torjäger der Gummersbacher. "Die Qualität in diesem Wurf haben nicht viele auf der Welt", sagte sein Trainer Gudjon Valur Sigurdsson über den Rechtshänder.

Schluroffs Leistungen blieben dem DHB ebenfalls nicht lange verborgen: Er avancierte 2025 zum Nationalspieler, als er in der HBL zum Spieler des Monats März gewählt wurde. Im DHB-Team wurde Schluroff ebenfalls zu einer der Säulen. Seinen größten Erfolg feierte er mit der Silbermedaille bei der EM 2026.

Halle immer ausverkauft

Auf Vereinsebene läuft es mit Schluroff für Gummersbach fast wieder wie in alten Zeiten. Der VfL steigerte sich zuletzt von Spielzeit zu Spielzeit. Die Ränge hießen zehn, sechs, sieben und zuletzt Platz vier. Für den VfL bedeutete das die beste Platzierung seit 19 Jahren und die Rückkehr ins oberste Regal der Topteams.

Gisli Kristjansson bejubelt den Sieg

Längst begeistert der Klub wieder viele Fans, besonders in der Umgebung. In der Saison 2025/26 war die Halle der Gummersbacher stets ausverkauft - als einzige in der gesamten HBL. "Das Wochenendprogramm für die meisten hier heißt VfL Gummersbach. Und deswegen kennt uns auch jeder", erklärte Schluroff die Begeisterung.

Schluroff: "Warum nicht irgendwann Meister mit dem VfL?"

Doch die gute Platzierung des VfL ist für den ehrgeizigen Nationalspieler noch nicht das Ende. "Noch sind wir nicht so weit, um die deutsche Meisterschaft mitzuspielen. Aber warum sollte das nicht irgendwann der Fall sein?", gibt Schluroff das Ziel vor.

Auch auf die Frage nach seinen persönlichen Zielen im Handball antwortet er mit einer Gegenfrage: "Warum sollte eine Karrie in der HBL nicht reichen, um ein Sportstar zu werden?" Unrecht hat er damit nicht: So gab es vor ihm schon namhafte Beispiele für sehr bekannte Handball-Spieler - wie Stefan Kretzschmar oder der ehemalige Welthandballer Daniel Stephan.

Die Fans im Oberbergischen hätten wohl nichts dagegen, wenn sich ein Vereinstitel und die Erfüllung von Schluroffs Traum überlagern. Eines kann man aber auch festhalten: Für die Zuschauer beim "erwachten Riesen" ist Schluroff ein solcher Sportstar schon längst.

Unsere Quellen:

  • Handball-Dokumentation "Grip of Glory"
  • Handball-Bundesliga-Statistiken
  • Webseite des VfL Gummersbach

Sendung: Sportschau-Dokumentation "Grip of Glory", Episode 5, VfL Gummersbach 19.08.2026 18:13 Uhr