Gemeinsam mit Valentin Luz ruderte die 35-Jährige im PR3-Mixed-Doppelzweier bei den Titelkämpfen auf der Amsterdamer Bosbaan zu Gold. Damit verteidigte das amtierende Europameister-Duo erfolgreich seinen WM-Titel aus dem Vorjahr. Dabei hatte das Zweiergespann zunächst Geduld beweisen müssen.
Wegen eines Gewitters und heftigen Starkregens über der Regattabahn am Rand der niederländischen Hauptstadt wurde der Rennbetrieb am Freitagnachmittag vor den Endläufen für mehr als eine Stunde unterbrochen. Statt wie ursprünglich geplant um kurz vor 17 Uhr fiel der Startschuss für ihr Finale über 2.000 Meter schließlich erst um 18.20 Uhr.
Schon bei Olympia 2012 und 2016 dabei
Marchand schrieb im März dieses Jahres Sportgeschichte, weil sie als erste Athletin bei Olympischen Spielen und bei Paralympischen Sommer- und Winterspielen gestartet ist. Als Ruderin nahm sie 2012 in London und 2016 in Rio de Janeiro an Olympia teil. Nach einem Schlaganfall startete sie 2024 in Paris bei den Paralympics. Danach tauschte sie Boot gegen Ski und startete zuletzt als Langläuferin bei den Paralympischen Winterspielen in Italien.
Die Olympionikin und Para-Olympionikin hatte nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass sie mit Blick auf die Paralympischen Spiele 2028 in Los Angeles ins Ruderboot zurückkehren will. Bei den Paralympics in Paris vor zwei Jahren hatte Marchand im Para-Mixed-Vierer nur sechs Hundertstelsekunden zu Bronze gefehlt. Als Langläuferin verpasste sie in Italien als Vierte ebenfalls knapp eine paralympische Medaille.
Unsere Quelle:
- Deutsche Presse-Agentur
Sendung: wdr.de, Kölnerin Marchand erneut Weltmeisterin im Para-Rudern, 28.08.2026, 23:33 Uhr