Publikumslieblinge Richard Vogel und United Touch
Bildquelle: IMAGO/Nicole Hartmann/rscp-photoFry, Vogel und Co. : Das sind die Favoriten bei den großen WM-Entscheidungen
Stand:
Bei der Reit-WM in Aachen treffen die besten Reiterinnen und Reiter der Welt aufeinander. Wer reist als klarer Favorit an und bei wem wird es im Kampf ums Podium richtig eng? Der Blick auf die wichtigsten Duelle bei Dressur, Vielseitigkeit und Springreiten.
Die erste große Frage ist: Holt Werth erneut WM-Gold? Vor 20 Jahren sicherte sie sich bereits WM-Gold in der Einzelwertung mit Satchmo. Jetzt ist Isabell Werth mit ihrer Olympiastute Wendy de Fontaine in Aachen am Start. Schon im Team-Finale zeigte die Rekordreiterin ihre Topform und sicherte dem deutschen Team mit knapp 80 Prozent die erste Goldmedaille dieser Weltmeisterschaft.
Charlotte Fry und Glamourdale bei der Team-WM-Entscheidung
Bildquelle: IMAGO / Stefan LafrentzFür die Einzelentscheidung am Freitag im Grand Prix Special (14:45 Uhr, live im WDR und auf wdr.de) und Samstag (19:00 Uhr, live auf sportstudio.de) in der Grand Prix Kür muss sie aber zunächst an Dauerkonkurrentin Charlotte Fry und vor allem an dem belgischen Shootingstar Justin Verboomen vorbei.
Justin Verboomen und Zonik Plus 2025 beim Siegesritt in Aachen
Bildquelle: IMAGO/Stefan LafrentzDer Reiter sorgt seit dem vergangenen Jahr mit seinem schwarzen Hengst Zonik Plus für besonderes Aufsehen in der Dressurwelt und dominiert aktuell die Szene. Im Vorjahr beim CHIO Aachen und auch bei der EM in Crozet war Werth dem Belgier in beiden Einzelentscheidungen unterlegen. Aber auch die Weltranglistenerste Cathrine Laudrup-Dufour wird bei der Medaillenentscheidung mitreden wollen.
Vielseitigkeits-Duell: Chipmunk gegen London
Michael Jung geht mit Olympiapartner Chipmunk als einer der Favoriten in die Vielseitigkeit, die am Donnerstag beginnt. Die Olympiasieger aus Paris stehen für Präzision, Tempo und Erfahrung - doch insbesondere die Briten werden es ihnen schwer machen.
Olympia 2024: Michael Jung und Wallach Chipmunk in der Geländeprüfung
Bildquelle: IMAGO/Stefan LafrentzEine weitere "Gelände-Maschine" bringt nämlich Laura Collett mit nach Aachen. Sie und ihr Pferd London treten als amtierende Europameister an. Nach zwei Olympiagoldmedaillen werden sie nun sicherlich auch nach dem WM-Titel greifen wollen.
Auch die Britin und Doppel-Weltmeisterin von 2018, Rosalind Canter, wird versuchen, ihren Titel aus Tryon zu wiederholen. In der ersten Teildisziplin, der Dressur, wird sie am Freitag den Grundstein für die Team und auch Einzelwertung legen.
Am Samstag im Gelände (8:40 Uhr, live auf wdr.de) kommt es dann auf jede Sekunde an - und im finalen Springen am Sonntag (12:30 Uhr, live auf wdr.de) auf jeden Abwurf.
Das Team und auch der Einzelreiter mit den geringsten Strafpunkten steigen jeweils nach oben auf das Treppchen.
Springreiten: Richard Vogel als klarer Favorit
Richard Vogel gehört mit seinem United Touch zu den spannendsten deutschen Startern. Als absoluter Publikumsliebling beim TCHIO Aachen im Mai zeigte das Paar bereits, dass es auf dem großen Rasen siegen kann. Auch bei den Europameisterschaften im vergangenen Jahr bewies Vogel Nervenstärke im Finale. Doch Vogel ist längst nicht der einzige große Name im Starterfeld.
Auch der amtierende Doppel-Weltmeister Henrik von Eckermann reist als einer der WM-Stars nach Aachen. Der Schwede gewann bei der letzten WM (2022 in Herning) sowohl die Einzel- als auch die Mannschaftswertung und zählt damit auch in Aachen zu den Reitern, die im Kampf um die Medaillen ganz vorne erwartet werden.
In der Mannschaftsentscheidung ist für das deutsche Spring-Team mit Vogel, Sophie Hinners, Daniel Deusser und Mannschafts-Weltmeister von 2006 Marcus Ehning vieles möglich. Dicht auf den Fersen werden ihnen aber voraussichtlich zwei Nationen sein: die amtierenden Europameister Belgien sowie das stark besetzte Team Großbritanniens. Mit Einzel-Olympiasieger Ben Maher und dem Weltranglistenvierten Scott Brash haben sie ebenfalls gute Chancen auf eine Goldmedaille.
Olympiagold in London für Team Groß Britanien. Ben Maher und Scott Brash in der Mitte zu sehen.
Bildquelle: IMAGO / Sven SimonDie Springreiter greifen ab Mittwoch (19.08., 14:20 Uhr, live im WDR und auf wdr.de) mit der Qualifikationsrunde ins WM-Geschehen ein. Donnerstag folgt der erste Tag des Nationenpreis (14:20 Uhr, live im WDR und auf wdr.de), am Freitag die finale Mannschaftsentscheidung der Springreiter (20:15 Uhr, live im WDR und auf wdr.de).
Unsere Quellen:
- WDR-Reporterin vor Ort
Sendung: wdr.de, "Aachen im WM-Fieber: Holt Werth erneut einen Einzel-Titel?", 13.08.2026, 14 Uhr